Anti-Zionismus ist nicht Antisemitismus
Einleitung
Der kollektive Westen, welcher den Zerstörungskrieg gegen den Iran bedingungslos unterstützt, behauptet, dass jeder, der seine Stimme gegen die Zionisten und Israel erhebt, ein Antisemit sei, den es zu bestrafen gelte. Diese Strategie des Westens ist nicht nur bösartig, sondern sie führt in ihrer Konsequenz dazu, was die Antisemitismus-Keule vorgibt, mit aller politischer und zunehmend auch juristischer Macht angeblich verhindern zu wollen; nämlich die Wahrnehmung der israelischen Politik als Verbrechen des Judentums.
Wer die Politik Israels so wahrnimmt und den Weizen nicht von der Spreu zu unterscheiden vermag, der neigt in der im Westen unkritisch geführten politischen Debatte beinahe zwingend zu antisemitischen Einstellungen. Befördert wird diese Tendenz durch die bewusst im Unscharfen gelassenen Definitionen von Antisemitismus, Judaismus und Zionismus sowie deren Abgrenzungen untereinander. Diese die Grenzen der Begrifflichkeiten verwischenden Definitionen sind ihrerseits die Basis, auf deren Grundlage der Westen mit all seiner Macht vorgeht und seine Urteile fällt, insbesondere in Deutschland.
So schließt sich der Kreis. Die Zionisten benötigen den Antisemitismus, um sich als dessen Opfer aufspielen können und ihre verbrecherischen Ziele in die Öffentlichkeit zu tragen und zu realisieren.
Einige Gedanken zu einem Thema, das wohl das Blut von Zionisten und politisch ungebildeten Dummköpfen im Westen kochen lassen.
Zionismus-Israel-Judentum
Das Judentum, sprich der Judaismus, ist die Gesamtheit aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition des jüdischen Volkes und besteht seit ca. 4'000 Jahren (siehe auch unsere Ausführungen dazu in «Judentum, Zionismus, Antisemitismus und Israel: Missbrauch von Begriffen» vom Oktober 2023.)
Zionismus ist eine politische Bewegung, die es in organisierter Form seit dem ersten Zionisten-Kongress 1897 in Basel gibt. Diese Bewegung hat nichts mit dem Judentum zu tun, sondern wurde vom Wiener Journalisten Theodor Herzl gegründet, einem völlig unreligiösen Menschen. Das ursprüngliche Ziel dieser politischen Bewegung bestand in der Gründung bzw. Ausrufung des Staates Israel, was 1948 erreicht wurde. Heute ist das Ziel des Zionismus die Schaffung von Grossisrael, das den Großteil des Nahen Ostens beherrschen soll. Was wird das Ziel danach sein?
Theodor Herzl machte folgende Aussage:
«Die Antisemiten werden unsere verlässlichsten Freunde werden, die antisemitischen Länder unsere Verbündeten.»
Theodor Herzl, 1896
Die These von der Gefährdung der Juden ist ein zentrales Element des zionistischen Masterplans. Die Zionisten verstecken sich hinter Antisemitismus und Judentum, um ihre Verbrechen zu realisieren. Als weiteres Ziel streben sie die Verschmelzung von Zionismus und Judentum an. Der Grund ist einfach: Viele Menschen haben – zu Recht – Beisshemmungen gegenüber Juden nicht nur aufgrund des Holocausts, sondern aufgrund unzähliger Progrome, die es in beinahe jedem europäischen Land gab. Verschmelzen Zionismus und Judentum, schaffen sich die Zionisten einen hervorragenden Schutzschild.
Solange westliche Politiker nicht zwischen Zionismus, Israel und Grossisrael als zionistische Projekte einerseits und dem Judentum andererseits unterscheiden können und das auch nicht zu wollen scheinen, wird der Judaismus zwingend verlieren und die sich hinter ihm versteckenden zionistischen Verbrecher gewinnen.
Wer sind die Zionisten?
Der amerikanische Kongress unterstützt Israel als zionistisches Projekt mit ca. 5 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Weiter lassen die USA Israel jegliche politische Unterstützung für Krieg, Genozid, Landraub und kompletter Ausbeutung von Menschen zukommen. Neben der bekannten Grossspende von Adelson an Trump werden ganze Horden von amerikanischen Politikern en gros gekauft, damit sie im Sinne von Israel sprechen und abstimmen. Im gegenwärtigen 119. US-Kongress (532 Mitglieder) sind lediglich 32 Juden vertreten (6%), dennoch stimmt der amerikanische Kongress, der aus 87% Christen besteht, seit 1948 stramm zionistisch (Zahlen: Pew Research).
Um eine Mehrheit im Kongress zu erreichen bedarf es 50% plus 1 Stimme (266+1); somit bestimmen mindestens 235 Nichtjuden gemeinsam mit 32 Juden die zionistische Politik der Vereinigten Staaten, was den nicht-jüdischen Anteil der Zionisten im US-Kongress auf sage und schreibe 88% hebt.
Israel ist nichts als ein amerikanischer Ableger, mit dem die USA den Nahen Osten kontrollieren. Meines Erachtens ist die Frage, ob Israel die USA oder die USA Israel kontrollieren und manipulieren, aus geopolitischer Sicht unwichtig. Sie bilden eine Machteinheit zur Unterwerfung eines der reichsten und sensibelsten Erdteile der Welt. Eine Differenzierung über wer wen dominiert, wird erst dann relevant, wenn darüber nachgedacht wird, dieses Bündnis zu neutralisieren.
Was sagen die Juden zu Zionismus und Israel?
Im Westen, vor allem in Europa, sind sich die Menschen überhaupt nicht darüber im Klaren, dass es sehr viele Juden gibt, die den Zionismus und das Projekt Israel verachten und bekämpfen. Nichtjuden hingegen wie etwa der deutsche Bundeskanzler fahren den zionistischen Kurs ohne Rücksicht auf Verluste. Das geht soweit, dass Friedrich Merz den Angriff Israels und der USA auf den Iran kritik- und bedingungslos als notwendig propagiert und unterstützt.
Seine Hasseinpeitscherin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die für die Rüstungsindustrie arbeitet, berufsbedingt jeden Krieg unterstützt und nicht das geringste Problem hat, auf Nazi-Niveau Hass zu schüren, sagte vor ein paar Tagen im öffentlich-rechtlichen Ersten Deutschen Fernsehen:
«Der Iran ist die Pestbeule auf dieser Erde»
Marie-Agnes Strack-Zimmermann, 19. März 2026

Die Menschen haben überhaupt kein Gefühl und keine Vorstellung darüber, dass wir kommunikativ wieder das Niveau von Hitler und Goebbels erreicht haben und zwar letztendlich erneut auf Kosten der Juden – denn vielen Juden, die gegen den Zionismus sind, werden für das, was sie nicht ändern können, nämlich Jude zu sein, aufs Neue verfolgt.
Ich lasse in der Folge zwei Juden sprechen, einen Rabbi, der die Problematik aus religiöser Sicht beurteilt, und einen israelischen Journalisten, der den Finger in die Wunde der israelischen Gesellschaft legt.
Rabbi Abraham Silberstein

Rabbi Abraham Silberstein ist ein führender jüdischer Gelehrter, der sich für Tierrechte im Judentum einsetzt und als Executive Director von Voice of Rabbis tätig ist. Er ist bekannt für seine kritische Haltung zur biblischen Begründung von Landansprüchen im Nahen Osten, gestützt auf Tora- und Talmud-Lehren.
"Ich möchte klarstellen, dass Gewalt gegen andere niemals erlaubt ist.
Aber lassen Sie mich dies weiter erklären.
Die zionistische Regierung kann sich ohne Antisemitismus nicht halten.
Die Zionisten brauchen die Juden, um in ständiger Angst zu leben, damit ihre Existenz als so genannte jüdische Retter echt aussieht.
Zionisten werden immer Worte wie Holocaust und Pogrome verwenden, um Vorfälle zu beschreiben, die nicht einmal auf Juden zutreffen, sondern ausschließlich auf diese israelische Regierung.
Außerdem arbeiten die Zionisten Tag und Nacht daran, die Identität von Judentum und Zionismus zu einer Einheit zu verschmelzen.
Sie brauchen Juden, die für ihr Handeln verantwortlich sind, sonst können sie den Antisemitismus nicht als Schutzschild benutzen.
Sie werden immer sagen, dass es um das ganze jüdische Volk geht. Nicht um Israel, um uns zum Zahlen zu bringen.
Wir sehen das auf den Straßen Europas und jetzt auch in Amerika. Das muss gestoppt werden.
Die Zionisten verfolgen ihre egoistischen Ziele auf Kosten des jüdischen Volkes."
Rabbi Silberstein, 20. März 2026
Gideon Levy

Gideon Levy, ein israelischer Journalist, ist ein lautstarker Kritiker der Politik Israels und verurteilt die weitverbreiteten Ansichten der israelischen Bevölkerung, etwas Besseres zu sein als der Rest der Welt. In der verlinkten Rede kritisiert er voller Sarkasmus folgende Punkte: Israel als das auserwählte Volk, Israelis als die großen Opfer, die einzigen Opfer, Palästinenser als Untermenschen, da die Israelis besser sind.
«Wenn wir das auserwählte Volk sind, wer sind Sie, dass Sie uns sagen, was wir tun sollen?
Wer sind Sie?
Wer ist die internationale Gemeinschaft, die uns sagt, was wir zu tun haben?
Das internationale Recht.
Eine wunderbare Sache.
Es gilt nicht für uns.
Es gilt für jeden anderen Ort auf der Erde, nicht für Israel.
Denn wir sind das auserwählte Volk, verstehen Sie das nicht?
Der zweite sehr tief verwurzelte Wert ist natürlich der Wert von uns, den Opfern, nicht nur den größten Opfern, sondern den einzigen Opfern überhaupt.
Ich kenne viele Besatzungen, die länger andauerten als die israelische Besatzung, die irgendwo noch brutaler waren, auch wenn es immer schwieriger wird, brutaler zu sein als die israelische Besatzung.
Ich kann mich an keine einzige Besatzung erinnern, bei der sich der Besatzer als Opfer dargestellt hätte.
Nicht nur das Opfer, sondern das einzige Opfer.
Wir müssen hier formulieren, wir müssen hier die verstorbene Golda Meir zitieren, die ich auch beim letzten Mal zitiert habe, ich weiß, aber es ist so unvergesslich, dass ich es wieder verwenden muss.
Sie sagte einmal, dass wir den Arabern niemals verzeihen werden, dass sie uns gezwungen haben, ihre Kinder zu töten.
Wir sind die Opfer.
Wir werden gezwungen, ihre Kinder zu töten.
Wir Ärmsten.
Und als Opfer und einziges Opfer der Geschichte haben wir das Recht zu tun, was wir wollen, und niemand wird uns sagen, was wir tun sollen, denn wir sind die einzigen Opfer.
Dazu kommt ein dritter, sehr tief verwurzelter Wert, und das ist wiederum der sehr tiefe Glaube, den jeder leugnen wird, aber wenn Sie unter der Haut fast aller Israelis kratzen, werden Sie ihn dort finden.
Die Palästinenser sind keine gleichberechtigten menschlichen Wesen wie wir.
Sie sind nicht wie wir.
Sie lieben ihre Kinder nicht wie wir.
Sie lieben das Leben nicht wie wir.
Sie wurden geboren, um zu töten.
Sie sind grausam.
Sie sind Sadisten, sie haben keine Werte, keine Manieren.
Sehen Sie, wie sie uns töten.
Das ist sehr, sehr tief in der israelischen Gesellschaft verwurzelt, und vielleicht ist das der entscheidende Punkt.
Denn solange das so weitergeht, wird sich nichts bewegen, solange die meisten Israelis die Palästinenser nicht als gleichwertige menschliche Wesen wahrnehmen, wir sind so viel besser als sie.
Wir sind so viel weiterentwickelt als sie.
Und wir sind so viel menschlicher als sie.
Solange dies der Fall ist, werden all unsere Träume - und wir haben einige Träume, zu denen ich noch kommen werde - niemals wahr werden, solange sich dieses Kernproblem nicht ändert."
Gideon Levy
Fazit
Der Westen gibt den verbrecherischen Zionisten nicht nur carte blanche bezüglich Genozids und illegalen Kriegen, deren Verursacher unter den Kriterien von Nürnberg alle mit der Todesstrafe geahndet würden, er finanziert dieses maliziöse Treiben auch noch auf Kosten der Steuerzahler, welche in Konsequenz dieser Kriege in die Armut getrieben werden.
Wer dagegen aufsteht, wird als Antisemit bezeichnet und ausgegrenzt - von Menschen, die nicht einmal merken, dass Antisemitismus das Lebenselixier der Zionisten ist.
«Anti-Zionismus ist nicht Antisemitismus»