General Erich Vad in der Serie „World War III“: Kein militärischer Sieg für die Ukraine

General Erich Vad in der Serie „World War III“: Kein militärischer Sieg für die Ukraine

Der ehemalige deutsche General Erich Vad zeichnet ein klares und kritisches Bild der Rolle Europas im Ukrainekrieg. Er warnt, dass viele politische Führungskräfte den Bezug zur Realität und zur eigenen Bevölkerung verloren haben. Während die öffentliche Unterstützung nachlässt und der innenpolitische Druck wächst, gerät Europa seiner Ansicht nach immer tiefer in einen Konflikt, den es weder kontrolliert noch vollständig versteht.
Fr. 20 Mär 2026 4

Eine der wichtigsten Dynamiken des Krieges in der Ukraine ist die wachsende Kluft zwischen den politischen Zielen der Entscheidungsträger und dem Willen der Bevölkerung, die nicht direkt an diesem Krieg beteiligt ist, aber dennoch gezwungen wird, dafür zu zahlen. Es wird zunehmend offensichtlich – und für die Verantwortlichen zunehmend problematisch –, dass das Narrativ, das den Europäern zur Rechtfertigung des anhaltenden Konflikts in der Ukraine und der Rolle Europas darin vermittelt wurde, nicht mehr so wirksam ist wie früher.

Dies ist eines der weniger diskutierten Themen, auf das Erich Vad im folgenden Interview ein grelles Licht wirft. Vad, ein ehemaliger Brigadegeneral der Bundeswehr, der zudem von 2006 bis 2013 als militärpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel tätig war, bietet eine kritische Perspektive auf den andauernden Krieg sowie auf die umfassendere Sicherheitsarchitektur Europas. Wie er betont: „Wir haben in Europa linke und ‚grüne‘ Politiker, die keinerlei Kriegserfahrung haben und nie in den Streitkräften gedient haben. Sie hatten nie einen Helm auf dem Kopf. Sie sind wie Kinder und wissen nicht, was Krieg wirklich bedeutet. Ich denke, sie bräuchten diese Erfahrung. Man hätte sie in die Ukraine schicken sollen.“

Tatsächlich ist es nicht nur ihr Mangel an militärischer Erfahrung, der sie unfähig macht, ihre Länder zu führen. Viele, wenn nicht die meisten europäischen Staaten werden von schwachen und unpopulären Regierungen geführt, die offenbar nicht in der Lage sind, die dringendsten Probleme ihrer eigenen Bürger zu lösen. Die Menschen im Grossbritannien, in Frankreich, Deutschland und anderswo wollen keinen Krieg mit Russland. Sie wollen, dass ihre Wirtschaft wieder in Ordnung gebracht wird, dass das Problem der illegalen Migration gelöst wird und dass ihre übrigen innenpolitischen und sozioökonomischen Herausforderungen kompetent bewältigt werden. Es ist offensichtlich, dass die Fortführung des Ukrainekonflikts und das Zeigen mit dem Finger auf die „bösen Russen“ in den ersten Jahren vielleicht als Ablenkung gedient haben mögen – doch auf Dauer wird das nicht funktionieren.

General Vad bringt zudem einen weiteren interessanten Punkt zur Sprache, der in den Debatten über den Krieg oft übersehen wird: die Verschlechterung der russisch-europäischen Beziehungen in den vergangenen Jahrzehnten und die Rolle, die die USA dabei gespielt haben. Vad argumentiert, dass das NATO-Bündnis zwar essenziell sei, Europa (und insbesondere Deutschland) jedoch eine eigene strategische Autonomie entwickeln müsse. Er weist darauf hin, dass europäische Interessen – darunter Stabilität auf dem Kontinent, Energiesicherheit und langfristiger Frieden – nicht immer mit den geopolitischen Interessen der USA übereinstimmen und dass Europa eine aktivere Rolle als vermittelnde Kraft einnehmen sollte. Wie er beklagt: „Die Entscheidungen über Krieg oder Frieden werden in Washington und Moskau getroffen, nicht in Brüssel oder Berlin oder London oder Paris … Die Europäer sind völlig aus dem Spiel.“

Sehen Sie sich das vollständige Interview mit General Erich Vad hier an und helfen Sie uns, die wichtige Botschaft hinter der World War III“-Dokumentation zu verbreiten. Teilen Sie den Film mit allen, von denen Sie wissen, dass sie sich Sorgen über den Weg machen, den wir derzeit einschlagen, aber vor allem mit denen, die dies nicht tun.

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