Irankrieg: Frieden mit den USA ist eine Farce, eine Fata Morgana
Frieden mit den USA ist wohl ein frommer Wunsch – eine Fata Morgana

Irankrieg: Frieden mit den USA ist eine Farce, eine Fata Morgana

Die Amerikaner verkündeten den Sieg und Verhandlungen – die Iraner taten dasselbe. Israel schert sich um nichts und mordet weiter. Ich war noch nie skeptischer in meinem Leben und glaube, dass dies eine Fata Morgana ist. Ich hoffe, dass ich falsch liege.
Fr. 10 Apr 2026 16

Einleitung

Man sollte als geopolitischer Beobachter in der heutigen Zeit von nichts mehr überrascht sein – man ist es trotzdem.

Nachdem Präsident Trump noch vor zwei Tagen ankündigte, „Eine ganze Zivilisation wird heute Abend sterben, um nie wieder aufzuerstehen“ („a whole civilization will die tonight, never to be brought back again“), sollen jetzt während einer zweiwöchigen Waffenruhe in Verhandlungen mit dem Iran noch einige ungeklärte Punkte erörtert und vereinbart werden, wofür der 10-Punkte Plan des Irans eine gute Arbeitsgrundlage abgebe.

Das alles stinkt zum Himmel. Die Chancen sind hoch, dass sich das Ganze als grosse Fata Morgana herausstellt und sich die USA erwartbar und zum wiederholten Male als nicht vertrauenswürdige Partei qualifizieren.

Analyse des Gesagten

Donald Trumps Truth Social Nachricht vom 8. April

«Aufgrund von Gesprächen mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir, in denen sie mich gebeten haben, die für heute Nacht geplante Entsendung zerstörerischer Streitkräfte in den Iran auszusetzen, und unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Straße von Hormus zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein beidseitiger WAFFENSTILLSTAND sein! Der Grund dafür ist, dass wir bereits alle militärischen Ziele erreicht und übertroffen haben und bei einem endgültigen Abkommen über langfristigen FRIEDEN mit dem Iran und FRIEDEN im Nahen Osten sehr weit fortgeschritten sind. Wir haben einen 10-Punkte-Vorschlag vom Iran erhalten und glauben, dass dies eine tragfähige Verhandlungsgrundlage ist. Fast alle bisherigen Streitpunkte wurden zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran geklärt, doch ein Zeitraum von zwei Wochen wird es ermöglichen, das Abkommen endgültig zu formulieren und abzuschließen. Im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika, als Präsident und auch als Vertreter der Länder des Nahen Ostens, ist es mir eine Ehre, dass dieses langjährige Problem kurz vor der Lösung steht. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit! Präsident DONALD J. TRUMP»

Man muss nicht lange suchen, um Unstimmigkeiten zu finden:

  • Dies wird ein beidseitiger WAFFENSTILLSTAND sein!
    Neben den USA und Iran sind jedoch – als Hauptkriegsparteien – Israel und der Libanon involviert.

  • Der Grund dafür ist, dass wir bereits alle militärischen Ziele erreicht und übertroffen haben und bei einem endgültigen Abkommen über langfristigen FRIEDEN mit dem Iran und FRIEDEN im Nahen Osten sehr weit fortgeschritten sind.
    Es fanden keine derartigen direkten Gespräche statt, wie können diese dann «weit fortgeschritten» sein?

  • Wir haben einen 10-Punkte-Vorschlag vom Iran erhalten und glauben, dass dies eine tragfähige Verhandlungsgrundlage ist.
    Das ist hochinteressant, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass diese 10-Punkte in irgendeiner Art den Amerikanern Freude bereiten werden – siehe weiter unten meine Bemerkungen dazu.

Iranischer 10-Punkte-Plan

Es kursieren viele verschiedenen Pläne im Internet. Für den genauen Wortlaut der de Nationale Sicherheitsrats des Iran, verweise ich auf Alastair Crook.

  1. Commitment to non-aggression

  2. Continuation of Iran's control over the Strait of Hormuz

  3. Acceptance of uranium enrichment

  4. Lifting of all primary sanctions

  5. Lifting of all secondary sanctions

  6. Termination of all UN Security Council resolutions

  7. Termination of all Board of Governors resolutions

  8. Payment of compensation to Iran

  9. Withdrawal of U.S. combat forces from the region

  10. Cessation of war on all fronts, including against Hezbollah in Lebanon

Übersetzung:

  1. Verpflichtung zur Nicht-Aggression

  2. Aufrechterhaltung der Kontrolle des Irans über die Straße von Hormuz

  3. Akzeptanz der Urananreicherung

  4. Aufhebung aller Primärsanktionen

  5. Aufhebung aller Sekundärsanktionen

  6. Aufhebung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats

  7. Aufhebung aller Resolutionen des Gouverneursrates

  8. Zahlung von Entschädigungen an den Iran

  9. Rückzug der US-Kampftruppen aus der Region

  10. Beendigung des Krieges an allen Fronten, auch gegen die Hisbollah im Libanon

Das ist die Basis, die Voraussetzungen für Verhandlungen, welche der Iran fordert. Damit erreicht der Iran alles, was er wünscht, und die USA verlieren alles. Das sind Traumkonditionen für den Iran. Ich kann nicht glauben, dass die Amerikaner auf dies eingehen werden. Auch das eine Fata Morgana.

"Die Amerikaner sind ausgeschossen und benötigen Zeit"

Das ist auch ein klarer Hinweis dafür, wer militärisch am längeren Hebel sitzt: Der Iran kann es sich leisten, Maximalforderungen zu stellen und kann mit einem Scheitern der Waffenruhe leben. Die Amerikaner sind ausgeschossen und benötigen Zeit, um sich neu zu gruppieren. Es kursieren Videoclips, deren Authentizität ich nicht überprüfen konnte, die zeigen, dass die USA mit vielen Helikoptern und Ospreys Truppen an die Grenze des Irans verschieben.

Unhaltbare Situation Trumps führte zum Einverständnis

Dass Trump auch nur vorgab, auf dieser Basis zu verhandeln, zeigt, dass sich die Amerikaner in einer untragbaren Situation befinden. Sehr gut möglich, dass die in Aussicht gestellte Zerstörung der iranischen Zivilisation mit einem Nuklearschlag hätte durchgeführt werden sollen und dass amerikanische Offiziere sich schlicht und einfach weigerten oder es den Amerikanern dämmerte, dass eine Schliessung der Strasse von Hormuz die gesamte Welt ins Unglück stürzen würde.

Weiter verweise ich auf die heroische Rettung des Waffenoffiziers des abgeschossenen amerikanischen Kampfflugzeugs F-18e. Die Amerikaner möchten die Welt glauben lassen, dass bei einer Rettungsaktion für einen einzelnen amerikanischen Soldaten insgesamt 155 Flugzeuge eingesetzt wurden. So zumindest die schweizerische Neue Zürcher Zeitung (NZZ) in ihrer Ausgabe vom 9. April, deren Journalisten die amerikanische Propaganda unbesehen übernehmen.

Es scheint vielmehr, dass dies eine Kommandoaktion der Amerikaner war, um im Iran Uran sicherzustellen. Eine komplette Schlappe, bei welcher viel Material und Menschen verloren gingen. Für Details verweise ich auf meinen Freund Larry C. Johnson auf seiner Webseite Sonar21.com, mit Verweisen auf zahlreiche Interviews.

Das Ergebnis einer amerikanischen Kommandoaktion – Quelle: NZZ

Trump schien somit tatsächlich in einer vom Weißen Haus nicht beherrschbaren Situation gewesen zu sein; eine Kombination von Aufruhr in den eigenen Reihen und katastrophalen Ereignissen bei der genannten Kommandoaktion im Iran, die sich unmöglich als Erfolg verkaufen liessen. Das zwang Donald Trump dazu, eine Friedenstaube steigen zu lassen – sie flog nicht lange.

Das Weisse Haus macht einen Rückzieher

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, machte gestern denn auch einen grandiosen Rückzieher. Obwohl – siehe oben – Präsident Trump den 10-Punkte-Plan als gute Basis für Verhandlungen bezeichnete, ist dieser Plan jetzt inakzeptabel: Auf welchen 10-Punkte-Plan sich Präsident Trump in seinem Tweet berief – wird nicht beantwortet. Denn einen solchen scheint es nach den Worten seiner Sprecherin nicht zu geben.

“Die Iraner hatten ursprünglich einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, der im Grunde genommen unseriös und inakzeptabel war und völlig verworfen wurde.
Er wurde von Präsident Trump und seinem Verhandlungsteam buchstäblich in den Papierkorb geworfen.
Viele Medien in diesem Raum haben fälschlicherweise berichtet, dass dieser Plan für die Vereinigten Staaten akzeptabel sei, und das ist falsch.”

Israel spielt nicht mit – alles bereits gescheitert

Punkt 10 des iranischen 10-Punkte-Plans schliesst eine Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ausdrücklich ein. Die Israelis weigern sich allerdings, die Angriffe auf den Libanon einzustellen und bombardieren das Land wie noch nie zuvor.

Bei dem israelischen Teppichbombardement auf Beirut sollen an einem Tag mehr als 300 Zivilisten getötet worden sein. Dies sind einige der chaotischen Szenen, die die libanesische Hauptstadt verwüsten.

Den Behauptungen der USA und Israel, dass der Libanon vom Waffenstillstandsabkommen ausgenommen sei, widerspricht der Premierminister Pakistans, Shehbaz Sharif, der das Abkommen vermittelt hat, ausdrücklich. Am 8. April setzte er folgenden Tweet ab: 

“In aller Bescheidenheit freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, dass sich die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika zusammen mit ihren Verbündeten auf einen sofortigen Waffenstillstand geeinigt haben, der überall, auch im Libanon und anderswo, SOFORT in Kraft tritt.
Ich begrüße diese kluge Geste sehr und spreche den Führungen beider Länder meinen tiefsten Dank aus und lade ihre Delegationen für Freitag, den 10. April 2026, nach Islamabad ein, um weitere Verhandlungen über eine endgültige Vereinbarung zur Beilegung aller Streitigkeiten zu führen.
Beide Parteien haben bemerkenswerte Weisheit und Verständnis gezeigt und sich weiterhin konstruktiv für die Förderung von Frieden und Stabilität eingesetzt. Wir hoffen inständig, dass die „Islamabad-Gespräche“ zu einem dauerhaften Frieden führen und wünschen uns, dass wir in den kommenden Tagen weitere gute Nachrichten überbringen können!”
Premierminister Pakistans, Shehbaz Sharif, 8. April

Vereinigte Arabische Emirate – unverständliches Verhalten

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind am Mittwoch als mutmaßlicher offensiver Akteur, also Aggressor, im sich ausweitenden Golfkonflikt in Erscheinung getreten. Mehrere iranische Quellen und Militäranalysten, die über Zugang zu offenen Informationen verfügen, verweisen darauf, dass Mirage 2000-9-Kampfjets der VAE-Luftwaffe die iranische Ölraffinerie auf der Insel Lavan angegriffen haben, nur Stunden nachdem ein von Pakistan und wohl auch China vermittelter Waffenstillstand die Feindseligkeiten zum Stillstand gebracht haben soll.

Abu Dhabi hat die Behauptung weder bestätigt noch dementiert, aber die Indizien, die in den Kreisen der Nachrichtendienste kursieren, sind stichhaltig genug, um eine sofortige iranische Vergeltungsreaktion auf emiratisches Territorium auszulösen.

Die Antwort aus dem Iran wird wohl zu einer Katastrophe für die Emirate führen, die sich mit dieser Aktion klar auf die Seite von Israel und den USA stellen. Ganz sicher keine von orientalischer Weisheit getragene Entscheidung.

Trump zurück in alter Form: Kriegsgeschrei

“Alle US-Schiffe, Flugzeuge und Militärangehörigen sowie zusätzliche Munition, Waffen und alles andere, was für die tödliche Verfolgung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten Feindes angemessen und notwendig ist, werden im Iran und in dessen Umgebung verbleiben, bis das erzielte WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird. Sollte dies aus irgendeinem Grund nicht der Fall sein, was höchst unwahrscheinlich ist, dann beginnt das „Schießen" - größer, besser und stärker, als es jemals zuvor jemand gesehen hat. Es wurde vor langer Zeit vereinbart, und trotz aller gegenteiligen falschen Rhetorik gilt:
KEINE ATOMWAFFEN, und die Straße von Hormus WIRD OFFEN UND SICHER sein. In der Zwischenzeit rüstet sich unser großartiges Militär auf und ruht sich aus, wobei es sich tatsächlich auf seine nächste Eroberung freut. AMERIKA IST ZURÜCK!”

Man beachte: das veröffentlicht der oberste Diplomat eines Staates, der Präsident der USA, im Vorfeld von Waffenstillstandsverhandlungen mit einem Staat, den die USA ohne jegliche Rechtsgrundlage angegriffen hatten. Damit kann das Kapitel “Waffenstillstand” meines Erachtens geschlossen werden.

Konsequenzen

Israel

Israel «erarbeitet» sich mit aller militärischen und politischen Macht die Reputation, die es als Staat anzustreben scheint: Ein Haufen von zionistischen Psychopathen, welche jeden und alles umbringen, um ihr religiös begründetes Grossisraelprojekt zu realisieren. Genozid, Folterungen, Morde und Kriegsverbrechen sind die Instrumente dieser Leute. Die von Zionisten kontrollierten Medien in den USA und Europa geben keine Auskunft über die tatsächliche Sicht der Menschen in ihrem Einflussgebiet auf diesen Staat von britischen und amerikanischen Gnaden. Gemäss ZeroHedge steht der Goodwill gegenüber Israel bei der amerikanischen Bevölkerung in keinem Verhältnis zur Unterstützung, welche Washington Tel-Aviv zukommen lässt. AlJazeera meldete einen Tag vor Kriegsbeginn, dass heute mehr Amerikaner die Palästinenser unterstützen als die Israelis.

In den westlichen Medien wird auch verschwiegen, dass die Israelis am 7. April eine Synagoge in Teheran bombardiert haben.

Foto vom israelischen Angriff auf eine jüdische Synagoge im Iran am 7. April Quelle: X

Zionisten morden Juden. Das ist nicht erklärbar und wir wollen das hier auch nicht zu erklären versuchen. Es ist ein schreiender Beweis dafür, dass Zionisten sogar Juden ermorden, um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen. In meinem letzten Artikel warf ich der schweizerischen Presse – und speziell Roger Köppel – vor, dass Genozid und Kriegsverbrechen einfach weggelächelt werden. Wird nach dieser weiteren Barbarei Israels gegen Juden immer noch gelächelt?

Die Situation der israelischen Truppen im Libanon scheint immer kritischer zu werden. Die Hisbollah bringt die IDF in derartige Zwangslagen, dass die Israelis nur noch das Instrument des rücksichtslosen, gegen Zivilisten gerichteten Terrors als Lösung sehen: Bombardierung von Wohnhäusern im gesamten Libanon. Bezüglich Waffenstillstand muss man sich in Acht nehmen, dass man die Israelis nicht rational beurteilt – das sind komplette Psychopathen und werden einen Waffenstillstand im Libanon und Gaza nie einhalten.

Falls die westlichen Medien wahrheitsgemäss berichten würden, wäre Israels Reputation auf der Stufe von Nazi-Deutschland – genau dort gehört die politische Führung des Landes hin – und damit ergibt sich auch der Ort, wo die westlichen Medien hingehören: Nürnberg 2.0.

Golfstaaten

Ohne voreilige Schlüsse zu ziehen, zeigt sich mit jedem Tag mehr, dass die opportunistischen Golfstaaten sich eine Seite suchen. Es scheint so, dass Oman, Qatar und Bahrain wohl die ersten sein werden, welche auf die iranische Seite kippen. Die VAE, Saudi-Arabien, Kuweit scheinen immer noch der Meinung zu sein, dass die Amerikaner den Krieg gewinnen. Sobald das Ergebnis klarer sein wird, werden sich die Herren eine Seite suchen: Die Seite der Gewinner. Für Jordanien steht zu befürchten, dass das Land früher oder später an seinen inneren Spannungen zu zerbrechen droht. Sollte sich die Waage im Libanon und möglicherweise auch im Gaza-Streifen und Westjordanland gegen Israel neigen, dürfte die Not für das jordanische Königshaus groß werden – bei mehr 50 Prozent Palästinensern unter der jordanischen Bevölkerung keine allzu gewagte These.   

Dass dies noch nicht geschehen ist, ist erstaunlich, denn das mit viel Geld erkaufte Sicherheitsdispositiv der Amerikaner taugt aus zwei Gründen nicht: Der Raketen-Abwehrschirm taugt nichts gegen die iranischen Raketen und die Amerikaner haben ihre Militär-Basen im Stich gelassen, von denen aus und mit denen sie ihre arabischen Partner für vorab gezahlte horrende Summen zu schützen vorgaben. Technisch und charakterlich haben die Amerikaner somit einen erheblichen Teil ihrer Reputation verspielt. 

USA

Die Amerikaner haben nicht nur verpasst, einen Friedensprozess anzustossen; sie hatten das im zionistischen Windschatten der israelischen Führung auch gar nicht vor. Einfach weiterkämpfen riecht sehr nach Vietnam; nach hohen Verlusten und Unruhen in den USA. Die letzten wenigen Wochen haben gezeigt, was wir bereits vor dem Krieg erörterten: Der Iran ist nicht in die Knie zu zwingen; nicht mit diesen Mitteln und mit dem Umstand, dass sich die arabischen «Verbündeten» der USA und die Strasse von Hormuz für die Iraner wie auf dem Silbertablett präsentieren. Gemäss Scott Ritter müssten die Amerikaner mindestens 1,5 Millionen Truppen einsetzen, um auch nur einen Hauch einer Chance zu haben, die Iraner zu bezwingen: 1,5 Millionen bestens ausgebildete Kampftruppen; eine Diskussion darüber erübrigt sich, da die Amerikaner schlicht keine Truppen in dieser Stärke haben. Der Krieg ist damit nicht nur nicht zu gewinnen, er ist bereits verloren.

Iran

Trotz der riesigen eigenen Zerstörungen der Infrastruktur und des Verlustes Tausender Menschen hat der Iran bereits obsiegt. Neben dem gewaltigen militärischen Renommee, das sich das Land erworben hat, sieht die wirtschaftliche Zukunft besser aus. Mit Hormuz kontrollieren die Iraner eine der grössten Handelsrouten der Welt. Das Betreiben dieser Mautstelle ist finanziell hoch einträglich und die Kontrolle darüber, wer passieren darf, ist ein nicht-kinetischer militärischer Trumpf, von dem jedes Land träumt.

Fazit

Der heisse Wüstensand hat zu einer Fata Morgana, einer erneuten politischen Illusion geführt, die schnell in sich zusammenfallen wird. Einmal mehr hat sich Trump und damit die politische Klasse der USA als komplett unehrlich, stümperhaft und charakterlos gezeigt. Die Opposition unter den Verbündeten, die dieses Zirkusses müde scheinen, wird wohl zunehmen. Mit dieser Charade zeigt sich, dass sich die Amerikaner militärisch, diplomatisch und charakterlich auf einem Niveau bewegen, das sie als ernsthafter Partner – sogar als Gesprächspartner – komplett disqualifiziert. Trump desavouiert nicht nur Feind, sondern auch Freund. Witkoff und Kushner, zwei zionistische Wheeler-Dealers der übelsten Sorte, welche die Iraner im Namen ihres Herrn und der beauftragenden zionistischen Auftraggeber bereits zweimal über den Tisch gezogen haben, stehen ausser Debatte – hat das Trump schon gemerkt?

Die heutigen Unterstützer Israel müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie auch auf Seiten Hitlers gestanden hätten. Vergleicht man das Vorgehen Israels, seine mit Worten kaum zu beschreibenden Grausamkeiten, den Genozid an den Palästinensern und die Kriegsverbrechen in jedem Land, das Israel überfallen hat, mit den Handlungen der Nazis, so ergibt sich ein Bild, das kongruenter nicht sein kann.

Das sinnlose, vom Westen inszenierte Sterben wird also weitergehen. Mir tun alle Menschen leid, welche aufgrund dieser menschenverachtenden Politik und ihrer Folgen ihr Leben lassen müssen. Aber, wie eingangs geäussert – vielleicht liege ich ja falsch und der Frieden wird kommen.

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