Tagebuch meines Todes

Tagebuch meines Todes

An der Schweizer Konferenz „Mut zur Ethik“ hielt Patrik Baab am 5. September einen Vortrag über Angst und politische Ausgrenzung, verbunden mit einer Kritik am heutigen Deutschland und Europa.
Do. 24 Sep 2026 50 Leseminuten 2

In der Dämmerung huschte er über die Treppen vorm Hotel im Schatten der Pinien und Zypressen zur Straße hoch, dann eingekeilt zwischen nervösen Scheinwerfern der Autos und der steinernen Wand entlang zum Tritonbrunnen nach links, wo die Musik von Fern anschwoll, in dieser Sekunde, in der die Zeit sich zu dehnen schien, sich unerkannt durch die Menge schlängeln über die Brücke zur Repubblica, eintauchen in die Flut der Menschen, sich in der Sichtbarkeit verstecken, untertauchen im tosenden Meer der Klänge und Rhythmen...

Der Zug der Wagen und Kostüme wogte hin und her, wild schwenkende Hände, sich drehende Leiber, in gespielter Ekstase, das Rotblaugrün der Kostüme wirbelte um Drachen und Schlangen. Mal schwangen die Tänzer im Takt herum, dann standen sie wieder in ihrem Schweiß, die Maske vor den Gesichtern.

Das war der Karneval von Valetta, Anfang Februar, eine Straßenparade, die auslief in ein nächtliches Fest - Farben, Spaß und Tanz in den Schluchten mittelalterlicher Gassen.[i] Venezianische Perücken und Spitzenkleider, Trommeln und Trompeten, und ab und zu ein Konfetti-Regen. Dort war er hineingeraten, auf der Flucht vor Sanktionen der Europäischen Union, die jeden treffen können, und er machte auf Malta Station, versteckte sich im öffentlichen Treiben, hoffte, dass im Getümmel ihn keiner sah.

Augen und Sinne filterten aus der Narretei heraus, was bedrohlich erschien, die Nervenbahnen verknüpften rot und gelb mit einer diffusen Gefahr, und die Amygdala schlug Alarm, da war sie wieder, eingebrannt in die neuronalen Netze: die Liste, auf der sein Name stand.[ii]

Für ihn fing alles ganz harmlos an: Studenten der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin, die sich im Sommersemester 2021 im Kurs "Recherchieren fürs Fernsehen" weigerten, die andere Seite zu hören, liebgewonnene Bekenntnisse zu prüfen, eben das zu tun, worum es im Journalismus geht: nichts zu glauben, sondern zu fragen. Eine Recherche-Gruppe "übersah" beim Thema "Massenproteste in Belarus" den Hinweis, dass eine weißrussische Aktivistin, Sophija Savtchouk aus Minsk, bei der US-Organisation German Marshall Fund bezahlt wurde für das, was sie "klassische Demokratie-Förderung" nannte. Ein klarer Hinweis auf eine US-amerikanische Einflussnahme, eine versuchte Farbenrevolution in Belarus, der hätte geprüft werden müssen. Eine zweite Gruppe weigerte sich beim Thema Diversität beharrlich, beide Seiten zu fragen, auch jene zu Wort kommen zu lassen, die der Auffassung sind, dass nämlich das Geschlecht nicht zugewiesen, sondern festgestellt werden müsse.[iii]

Aber auf die Realität kam es diesen Studenten gar nicht mehr an, sondern auf Narrative, auf den Diskurs, der ihnen die Freiheit bietet, was wahr ist zu definieren allein durch die Wörter.[iv] Sie bewegten sich nach eigenem Ermessen in der Trümmerlandschaft einer zerstörten objektiven Vernunft,[v] und mit diesem Sich-Erheben über dem Geröll der Dekonstruktion verschafften sie sich das Gefühl machtvoller Selbstentgrenzung - identitärer Größenwahn bei der Arbeit, der umso erdrückender schien, als er wie ein schleichendes Gift ein dauerndes Unwohlsein auslöste.

Längst füllten Bekenntnisse jenes Dunkel, das durch Erkenntnisse erhellt werden sollte, und die leere Tautologie des identitären Denkens hatte die Realitätsprobe ersetzt.[vi] Wenn aber die Narrative beliebig sind, dann entstehen sie aus Interessen, und letztlich aus dem Willen zur Macht. Es bleibt die Begierde des Akademikers, mit Wörtern Herrschaft herzustellen, weil er selbst über die Sprache verfügt. Die Postmoderne hatte den Bezug zur Realität aufgegeben, die Probe aufs Exempel war dem Diskurs gewichen, Realität verlor sich im Größenwahn, die sprachlichen Zeichen folgten den Interessen einer Machtelite aus Wissenschaftlern, Politikern, Medien und Konzerninteressen, eine präfaschistische Willkür begann die politischen Entscheidungen zu prägen.[vii]

Die Narrative begannen austauschbar zu werden, denn ein höheres Gut wurde postuliert und von den Propaganda-Medien verbreitet mit dem Ziel, ein Regime umfassender sozialer Kontrolle zu errichten, das keine Privatsphäre kannte: Das Corona-Regime regelte Kontaktsperren und entzog mit den Impfanordnungen dem Einzelnen die Verfügung über seinen Körper; das Klima-Regime regelte, wie Menschen wohnen, sich fortbewegen, was sie essen dürfen; das Wokeness-Regime bestimmte, was wer sagen darf und was nicht, damit sich auch die kleinste Minderheit nicht durch Mikro-Aggressionen verletzt fühlte. Das Kriegsregime zwang die Menschen, sich gegen Russlands "unprovozierten Angriffskrieg" zu stellen. Doch nichts war so, wie es dargestellt wurde.

Alle diese Regime ersetzten die Realität durch Simulation, zerstörten die universelle Geltung der Vernunft, zwangen die Menschen ins Joch eines Narrativs, das den Interessen jener diente, die es formulierten. Der Verstand dankte ab, denn ohne die Realitätsprobe anhand objektiver Kriterien blieb nur die Willkür der Macht. Der postmoderne Totalitarismus, schreibt Michael Esfeld, ist wie eine Hydra,[viii] schlägt man einen Kopf ab, wächst schon der nächste hervor - es sind die Metastasen der kognitiven Kriegsführung gegen die eigene Bevölkerung, die beständig Angst mobilisieren und das Immunsystem der Gesellschaft zerrütten, eine neue Form der Klassenherrschaft.[ix]

Es schoss ihm durch den Kopf, wie der Buchhändler am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg aufgeregt erzählte: Ich kann in meinem Laden keine Lesung mit Ihnen machen, den Raum dazu hätten wir, aber woke Straßenbanden schlagen mir die Scheiben ein, beschmieren die Hauswand, stehlen Bücher aus den Regalen, um den Verkauf unliebsamer Schriften zu verhindern, irgendwo zwischen Bildersturm und Bücherverbrennung. Eine neue paramilitärische Sturmabteilung, die den eigenen Geltungsanspruch über den anderer stellte, zu jeder Denunziation, zu jeder Straßenschlacht bereit, die bestehende Ordnung zu schützen und einem neuen Staatsstreich der Dummheit zu dienen. Eine verblödete Bionaden-Bourgeoisie wollte Macht durch Zensur gewinnen und machte sich so zum Handlanger degenerierter Eliten.

Der Krieg in der Ukraine hatte aus der Bundesrepublik ein anderes Land gemacht: einen Einschüchterungsstaat,[x] der sich mit jeder Waffenlieferung der Kriegstreiber, mit jeder Finanzspritze für Kiew, mit jeder staatlich finanzierten sogenannten Nichtregierungs-Organisation selbst entstellte bis zur Kenntlichkeit. Ein Land, das nun offenbar mit inszenierten Operationen unter falscher Flagge wie mit der angeblich russischen Drohne am Flughafen Leipzig in die Verhängung des Spannungsfalls und damit ins Kriegsrecht gezogen werden sollte.[xi]

Er eilte in eine Gasse, rutschte an der Hauswand entlang, erreichte die Tür einer Bar, krampfte die Hände in den Tresen, die Knöchel wurden weiß, bestellte ein Glas Bier. Der Wirt stand am Zapfhahn, drehte ihm den Rücken, er blickte auf den Hals und sah Pickelnarben, schaute weg und wandte sich dem Getöse des Karnevals zu. Das war der Karneval: Hatten einst die Ohnmächtigen ihre Herren verspottet, so verhöhnten nun die Mächtigen die Ohnmächtigen, jene, die diesen Krieg bezahlen.

Das kalte Bier betäubte seine Dämonen, er bestellte noch ein zweites. In der Jackentasche der Umschlag mit der unregistrierten SIM-Karte. Seine Anrufe durften nicht rückverfolgbar sein. Die Jäger lauerten auch im Internet. Verfolgten jede elektronische Spur, orteten ihn, kreisten ihn ein, fanden ihn, schnürten die Fluchtwege ab, über die Grenze, in Länder jenseits der EU. Am Nachmittag hatte er sich durchgefragt zu einem dieser indischen Elektronikläden auf der Triq-ir-Repubblika, verhandelte mit dem Verkäufer, drängte ihn, unter den Ladentisch zu greifen, hörte seine Versprechungen, ja überall, sie funktioniert überall, nicht nur hier auf Malta, sie ist nicht registriert, er will keinen Ausweis sehen, überall können Sie anrufen, überall.

In der trügerischen Geborgenheit der Bar entglitt die Aufmerksamkeit, und die Gedanken verschwammen zu schwankenden Wiedergängern, die als Morgennebel über dem Strand der Erinnerungen schwebten und in denen Momente heraufdämmernder Gefahr vom Harz der Angst eingeschlossen wurden und zu albtraumhaften Inklusen aushärteten:

Das Schmierenstück eines Lars Wienand, das ihn als Wahlbeobachter Russlands bei den Referenden im Donbas 2022 hingestellt hatte; die telefonische Kündigung seines Lehrauftrages an der HMKW, die ihn kurz nach direktem Beschuss westlich Donezk erreichte - "Wir werden uns scharf von Ihnen distanzieren!" - und die betrieben wurde von Professoren, die transatlantischen Organisationen wie dem German Marshall Fund verbunden waren; die Falschberichterstattung  fast der gesamten Propaganda-Presse, die aus dem vermeintlichen Wahlbeobachter einen Kreml-Propagandisten machte; die Entlassung an der Uni Kiel im Eilverfahren, die das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein ein Dreivierteljahr später als grundgesetzwidrig verwarf;[xii] der Versuch des eigenen Arbeitgebers NDR, ihm eine ungenehmigte Nebentätigkeit zu unterstellen und ihn mit arbeitsrechtlichen Schritten zu überziehen;[xiii] die Initiative der Gewerkschaft Verdi, eine Diskussion beim Verdi-Seniorenkreis in Eutin zu verhindern; die Intervention des Deutschen  Bibliotheksverbandes - Vizepräsidentin war Renate Künast von den Grünen - mit der die Stadtbibliothek Malchin gezwungen werden sollte, eine Lesung abzusagen; die bundesweite Kampagne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Sächsichen Zeitung, des MDR, der Grünen, der Linken und der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission gegen eine Diskussion im Stadttheater Kamenz, die schließlich ins Foyer übertragen werden musste, weil 350 Gäste für überfüllte Ränge sorgten; die Weigerung der Rosa-Luxemburg-Stiftung der Linken, die Kosten für einen Vortrag ihres Freundeskreises in Greifswald zu übernehmen; das Nein der Stadt Kiel, der Deutschen Friedensgesellschaft einen Raum für eine Lesung zu vermieten; die Kampagne der NATO-nahen sogenannten Nichtregierungs-Organisation "Nafo" und der "Rheinischen Post" gegen einen Konrektor des Gymnasiums Geilenkirchen bei Aachen, der eine Diskussion mit seinen Schülern über seine Erfahrungen im Kriegsgebiet organisieren wollte, die er schließlich unter Druck absagen musste und die zu einer Vorladung ins Schulministerium führte; der Pächter der Event-Location Weitblick in München, dem nach einem Vortrag der Mietvertrag gekündigt wurde; die Diffamierung der Wochenzeitung "Die Zeit" und der "Sächsischen Zeitung", die einen Abend mit ihm und dem Ersten Botschaftsrat der Russischen Föderation Alexander Milyutin beim Freiberger Forum als russische Propaganda hinstellten; die pro-ukrainischen Provokateure in der Diskussion mit Alexander von Bismarck zum Thema "Frieden mit Russland" im Rudolf-Steiner-Haus in Berlin, die einen Tumult ausgelöst hatten, um anschließend mit Beschwerdebriefen den Geschäftsführer unter Druck zu bringen; die Erich-Mühsam-Gesellschaft in Lübeck, die ihn erst einluden und dann sein Erscheinen davon abhängig machen wollten, dass er sich von der AfD distanziere; die Veranstaltungs-Plakate im bayerischen Pfaffenhofen, auf denen sein Konterfei mit einem Hitlerbärtchen übermalt worden war; die von der Europäischen Union und dem Bundesaußenministerium finanzierte sogenannte NGO "Fake Observers", die ihn weiter als Wahlbeobachter listete und damit ukrainischen Todesschwadronen in die Hände spielte, und gegen die vorzugehen die Staatsanwaltschaft Berlin keinen Anlaß sah.[xiv]

Die diese Kampagnen organisierten, hatten ein Ziel: Deutschland in den Ukraine-Krieg immer tiefer hineinzutreiben. Sie taten dies wissentlich und willentlich. Das zeigte, die Deutschen machten wieder mit. Wie besoffene Penner suhlten sie sich am Rinnstein in der Pisse der geliehenen Macht. Das zeigte auch, wie sehr in Deutschland fast alle gesellschaftlichen Apparate umgebaut worden waren zu Transmissionsriemen der Kriegstreiber. Deutschland war EU-weit das Mekka der Zensur. Keine andere Regierung griff so stark in die Meinungsbildung ein und steuerte sie zugleich. Ein Netzwerk von mehr als 300 Regierungsstellen, staatlich und EU-finanzierten sogenannten Nichtregierungs-Organisationen, Denkfabriken, akademischen Instituten und Stiftungen dienten als Transmissionsriemen staatlicher Propaganda, und mehr als 425 staatliche Zuschüsse und Fördermittel dienten der Inhaltskontrolle und Denunziation von Regierungskritikern. Die Bundesregierung installiert Digital-Schnüffler wie Hate Aid und Machine Against the Rage, um politisch unliebsame Meinungsäusserungen im Netz aufzuspüren, zu überwachen und schließlich mit Repressalien zu überziehen.

Im Hintergrund zogen die NATO und die Europäische Union die Strippen.[xv] Wie die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik bereits im November 2022 empfohlen hat, sollen die Richtlinien auf Landes-, Bundes-, EU- und letztlich globaler Ebene mit den Sicherheitsinteressen des Landes, der EU und der NATO in Einklang stehen und betreffen so unterschiedliche Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Polizei.[xvi] Institutionelle Anker sind also EU und NATO, deren Strukturen eine direkte wirtschaftliche und sicherheitspolitische Abhängigkeit garantieren, und transatlantische Denkfabriken wie der Atlantic Council, die eine ideologische Integration des deutschen Zensurkomplexes in die Geostrategie der USA sicherstellen.[xvii] Daher rührte es, dass die ideologischen und repressiven Staatsorgane zusammenwirkten wie kommunizierende Röhren. Ihre Maßnahmen waren Teil der "kognitiven Kriegsführung" der NATO, deren Ziel es war, den Verstand der Menschen nicht nur mit Propaganda zu überfluten, sondern auch die Struktur des Denkens und Fühlens zu manipulieren, die Internet-Nutzer digital zu kontrollieren und schließlich den Verstand mit Neuro- und Biowaffen steuerbar zu machen.[xviii] Am grausamten jedoch war die Sanktion der Kieler Bar "Palenke" - "Sie sind ein Verschwörungstheoretiker; sie bekommen hier kein Bier!"[xix]

Doch dies nimmt sich harmlos aus gegenüber den Sanktionen, die EU und Einzelstaaten gegen Einzelpersonen verhängen, wie Jacques Baud, Nathalie Yamb, Hüssein Dogru, die mit Reiseverbot, Kontensperrung, Verbots von Lohnarbeit auf Existenzvernichtung zielen, jenseits von Recht und Gesetz eine neue Willkür-Herrschaft etablieren, eine Form des Kriegsrechts, die jeden treffen kann, der die Propaganda der Kriegstreiber in Brüssel nicht teilt.[xx]

Die Folterwerkzeuge zeigen: Die Staatsanwaltschaft Berlin lud ihn vor, wollte in als Zeugen vernehmen, als Amtshilfe für die Justiz jener Ukraine, deren Geheimdienst SBU ihn auf die Liste Mirotworez gesetzt hatte. Er sollte aussagen gegen Denis W. Puschilin und andere Politiker in den russischen Gebieten des Donbas.[xxi] Er erinnerte sich, wie er im Kriegsgebiet mehrfach festgenommen wurde, in entsicherte Sturmgewehre blickte, alle aussteigen, Koffer auspacken, da rüber, los, Ausweise und Gepäck sind beschlagnahmt, in der Zelle warten, dann unter kaltem Neonlicht stundenlange Verhöre durch den Militärgeheimdienst. Jemanden dort mit einer Aussage zu belasten, wäre im Kriegsgebiet einem Todesurteil gleichgekommen.

Zur Vernehmung erschien er mit Anwalt, übergab Schriftsätze. Er berief sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht als Journalist, erklärte, im Falle einer Aussage "muss ich ernsthaft, gegenwärtig und konkret befürchten, Opfer einer gezielten Tötungsaktion zu werden."[xxii] Immer näher rücken die Greifkommandos der Kriegstreiber und ihrer juristischen Handlanger. Auch davor sucht er Schutz fernab der Welt auf Malta.

Er legte einen Euroschein auf den Tresen der Bar, der Wirt hielt ihn unter den Scanner, im fluoreszierenden grünen Licht blitzte das Hologramm, dann kam der Barkeeper zurück, verweigerte die Annahme, die Note sei eingerissen und markiert, bitte zahlen Sie mit Karte. Er legte die Kreditkarte auf den Tresen und gab am Lesegerät die Geheimzahl ein. Was habe ich getan, schoss ihm durch den Kopf, dies ist der digitale Schatten, der den Jägern die Spur weist. Den Atem seiner Verfolger im Nacken vergaß er beim Verlassen der Bar den 50-Euro-Schein auf dem Tresen.

Im alten Fort St. Elmo über Valetta betrachtete er im Nationalen Kriegsmuseum die Bilder der Kämpfe im Mittelmeer, die Zerstörungen in den Jahren 1940 - 1944, die alten Maschinengewehre, die verletzten Zivilisten, und  sah beim Blick in die Vitrinen die eigenen Abgründe, roch plötzlich den eigenen säuerlichen Schweiß, der ihm wie eine seifige Brühe aus den Achseln die Flanken hinuntergeflossen war, als er im letzten Abendlicht den Koffer packte, Socken, Hemden, Waschzeug, Jeans und Pullover zum Kampieren im Wald, eine Regenjacke, Wanderschuhe, was würde man mitnehmen müssen im Augenblick der Flucht, der den Rückweg auf immer verschlösse, während der verlockende Duft der Spieße auf dem Grill im Hof der benachbarten Häuserzeile aufstieg, der Wind die Gespräche der geistig Umnachteten über Fußball herüberwehte und das Gekeife kriegsgeiler Polit-Darsteller aus dem Fernseher drang. Die unwirkliche, albtraumhafte Stimmung holte ihn wieder ein, als er im engsten Kreis der Fluchthelfer über Auto-Routen, Passagen über die grüne Grenze, Gästezimmer in den Häusern heimlicher Unterstützer diskutierte und bei anderen die Ausstattung prüfte, Ersatzhandys, anonyme Internet-Zugänge, nicht registrierte Computer.

Nachts lag er halb wachend halb schlafend, die Sinne nie ganz ruhend und jederzeit zum Sprung bereit, in Erwartung des Augenblicks vor Morgengrauen, wenn sie mit einem Haft- oder Durchsuchungsbefehl an der Tür klingeln, um sie sogleich ohne zu zögern einzutreten, ihn mit Kabelbindern an Händen und Füßen gefesselt mit dem Gesicht nach unten und dem Einsatz-Stiefel im Nacken auf den Teppich drücken, er nicht einmal die vorbereiteten anwaltlichen Protestnoten und Versiegelungsanträge würde übergeben können und jegliche Regung ihm als Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ausgelegt würde, was sogleich eine Strafanzeige zur Folge hätte, in jenem Augenblick, in dem die deutsche Gegenwart mit der deutschen Vergangenheit zusammenfällt. Diesmal aber, um jene Phantom-Demokratie zu retten, die sie meinen und mit der sie uns Sand in die Augen streuen. Wieder würde staatlicher Terror ein Meister aus Deutschland sein.[xxiii]

Vielleicht - wenn er schnell genug aufspringen, die bereitgelegten Hosen und Pullover anziehen, den unterm Bett bereitliegenden Koffer an sich reißen, ihn über die Balkonbrüstung in den Nachbargarten werfen und selbst sich abseilen oder über die Mauer springen, durch die Einfahrt in eine Parallelstraße fliehen und Deckung suchend zu einem Fluchtfahrzeug gelangen könnte - vielleicht hätte er dann eine Chance, staatlicher Willkür zu entkommen. Die Sanktionen einer transnationalen Despotie namens EU treffen einen jeden aus heiterem Himmel, niemand hat mehr ein Recht auf Gehör, auf einen Anwalt, jenseits von Recht und Gesetz jagen sie jene, die ihrem Kriegskurs entgegentreten, längst hat in Europa eine neue Hetzjagd auf Demokraten begonnen, während die antidemokratischen Kriegstreiber das hohe Lied auf westliche Werte singen und zugleich für ein Schulterklopfen aus Washington ihre eigenen Länder ruinieren. Im Fluchthaus an der Grenze liegen die Anti-Drohnen-Ponchos aus Aluminiumfolie. Da, an der Serpentine, würde er sich an einem verwaisten Grenzposten vorbeischleichen. Aber käme er überhaupt bis dorthin?

Am Nachmittag nahm er die Fähre nach Bormla auf der anderen Seite der Bucht. Treffen mit einem Anwalt, der einen Borsalino und Sonnenbrille zum blauen Hemd trug, im Café Rouge am Kai. Die Kanzlei machte Firmengründungen, Immobilienkäufe, Bankgeschäfte. Sie sollte helfen, ein Konto auf Malta zu eröffnen. Käme er bei einer Bank auf Malta noch an sein Geld, wenn er von der EU unter Sanktionen gestellt und aller Rechte beraubt würde?

Die Malteserin Roberta Metsola wurde 2022 zur Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt und 2024 für eine zweite Amtszeit bestätigt. Sie forderte mehr Waffen für die Ukraine und eine schnelle Aufnahme in die EU.[xxiv] Sie erklärte, dass die EU aufrüsten müsse in Vorbereitung auf einen Krieg mit Russland: "Die Ukraine kämpft für Europa. Die Sicherheit der Ukraine ist Europas Sicherheit."[xxv]

Roberta Metsola gehörte zum EU-Establishment. Ihren Schwager Matthew Tabone machte sie zum Kabinettschef mit einem Grundgehalt von 20.000 Euro monatlich.[xxvi] Die Universität Malta hat "schwere Mängel" in ihrer Abschlussarbeit festgestellt, sie habe massiv plagiiert; der Doktortitel wurde ihr dennoch nicht aberkannt.[xxvii]

Die Methoden waren immer die gleichen: Sie faseln von Freiheit, Demokratie und Werten, das Opium des Volkes, ein Alibi-Mantra, während eine Handvoll Figuren - Brüsseler Eurokraten, Vermögensverwalter und Militärs die Agenda bestimmen und ihre Politik-Darsteller vorschicken, Narzissten ohne Rückgrat, die für ein bisschen Rampenlicht, einen Posten im Aufsichtsrat oder das Gefühl von Macht jede Überzeugung an der Garderobe abgeben. Das System suchte sich gezielt die charakterlichen Totalschäden aus, weil man Menschen mit echtem Gewissen und moralischem Kompass in einer Maschinerie, die auf Ausbeutung basierte, schlichtweg nicht gebrauchen konnte.[xxviii]

Auf ihrer Kalifornien-Reise Ende Mai 2026 hatte sie den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg getroffen, Tim Cook, den Chief Executive Officer von Apple, Chuck Robbins von Cisco und weitere Vertreter der Big-Tech-Branche zum Smalltalk.[xxix] Anfang Juli 2026 erfüllte sie den Plattform-Unternehmen einen Wunsch und hievte handstreichartig die Chatkontrolle mit einem Verfahrenstrick wieder auf die Tagesordnung, die noch im März von den Abgeordneten mehrheitlich abgelehnt worden war.

Der Journalist Peter Borbe kommentierte: "Nein, es ist nicht Putin, der die Freiheit und Demokratie in Europa bedroht, sondern es ist ein schmieriges Funktionärskartell in Brüssel, das auch schmutzigste Tricks einsetzt, um den Kontinent Schritt für Schritt in einen riesigen Überwachungsstaat zu verwandeln. Der Trick ist aufgegangen, die Chatkontrolle wurde wieder aktiviert, im schon urlaubsgeschwächten Parlament konnte das Vorhaben nicht mehr gestoppt werden. Besondere Strippenzieher bei dieser Aktion sind Roberta Metsola und Manfred Weber. Erstaunlich dabei aber auch die Rolle der großen US-Tech-Konzerne, die im Vorfeld massiv Lobbyarbeit für die Schnüffelerlaubnis geleistet haben. Sie WOLLEN die Privatmails ihrer Kunden ausspionieren und haben nun wieder die Erlaubnis."[xxx]

Das Geschäftsmodell der politischen Elite Europas: Sie starteten als angebliche Diener des Volkes, machen aber Politik gegen die Interessen der Wähler, betrieben die Totalüberwachung der Bürger und verschleuderten deren Steuergeld an den militärisch-industriellen Komplex oder an die Finanzindustrie. Sie führten sich auf wie "Economic Hitmen", die im Auftrag ihrer Freunde in Washington oder in US-Konzernen ihre eigenen Länder zugrunde richten und dafür fürstlich entlohnt werden.[xxxi] Roberta Metsola arbeitete eng mit transatlantischen Organisationen zusammen, wie dem Council on Foreign Relations, dem EU-US Trade and Technology Council oder der Johns Hopkins School of Advanced International Studies.[xxxii] Der finnische Staatspäsident Alexander Stupp freundete sich an mit der CIA-Agentin Valerie Plame.[xxxiii] Bundeskanzler Friedrich Merz war Aufsichtsratsvorsitzender der deutsche Blackrock-Sparte 2016 bis 2020 und gehört der Atlantikbrücke an.[xxxiv] Finanzminister Lars Klingbeil gehörte seit Jahren der Atlantikbrücke an.[xxxv] EU-Kommissionspräidentin Ursula von der Leyen war Mitglied im Stiftungsrat des World Economic Forum.[xxxvi] EU-Außenbeauftrage Kaja Kallas gehörte dem Beirat der Münchner Sicherheitskonferenz an, sie wurde mit dem Transatlantic Leadership Award des Center for European Polivy Analysis und dem Henry-A.-Kissinger-Preis der American Academy in Berlin ausgezeichnet.[xxxvii] Die frühere deutsche Außenministerin Annalena Baerbock erhielt eine Professur an der Columbia Universität in New York, wo Professoren durchschnittich etwa 245.500 US-Dollar verdienen. Während sie ihre Schäfchen ins Trockene gebracht hat, zahlen andere den Preis für ihre Kriegspolitik mit ihrem Leben.[xxxviii] Oberst Lawrence Wilkerson, Ex-Stabschef von US-Außenminister Colin Powell: "Wir haben ganz Europa gekauft."[xxxix]

"Brüssel," so der Ökonom Markus Krall, "ist mit der korrupteste Sumpf, den es überhaupt gibt."[xl] Im vorherigen EU-Parlament saßen 163 Abgeordnete, die in 253 Straftaten oder Skandale verwickelt waren. Ein korruptes Netzwerk spannte sich über Europa bis in die Ukraine, wie die ehemalige Pressesprecherin von Präsident Selenskyj, Julija Mendel, gegenüber Le Journal Du Dimanche ausgeführt hatte.[xli] Der größte Teil der Waffen- und Finanzhilfe für die Ukraine fließe zurück an westliche Konzerne. Die "einzigen Gewinner" seien jene, "die von diesem Krieg profitieren: bestimmte Politiker und Lobbyisten. Die Völker hingegen zahlen den Preis."[xlii]

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt schlenderten dann die "Diener des Volkes" durch die Drehtür in die begünstigten Unternehmen, verkauften ihnen als Lobbyisten ihr Netzwerk und kassierten eine fette Dividende für die geleistete Zerstörungsarbeit. Nimm, solange du was kriegen kannst. Zurück blieb der Trümmerhaufen, den wir heute haben. "Die Großen und Mächtigen", schreibt Zygmunt Bauman, entwickelten "eine Vorliebe für das Flüchtige und Vorübergehende, während die Verlierer verzweifelt versuchen, ihren Schrott am Laufen zu halten."[xliii] Und weiter im digitalen Käfig saßen, den sie für die höchste Form der Freiheit hielten.

Sie schauten entlang der Bucht auf die Piers von Bomba, wo die Boote maltesischer Fischer und ihre Netze den Luxusyachten gewichen waren. Sie bildeten die Kulisse der Touristen, die sich in der wärmenden Sonne an Deck der Fähre fotografierten, Erinnerung an ein trügerisches Idyll, mit dem sie hierhergelockt worden waren, und das zerschellte am messerscharfen, rückwärts geneigten Steven eines futuristischen Ungeheuers im Besitz eines Oligarchen, der längst das Netz seiner digitalen Finanzströme über die Fata Morgana der Freiheit geworfen hatte.

Manche Superyachten gehörten jenen Zweckgesellschaften, hinter denen wiederum eine Limited auf den Bermudas, den Jungferninseln, der Isle of Man stand, zeichnungsberechtigt war eine Law Firm in der City of London, und wenn sich jemand auf die Suche machte, griff er ins Leere. Die Machttechnik des Digitalen Kapitalismus war das Ver- und Entschwinden, das Ausbüchsen, das Sich-Entziehen, "in der flüchtigen Moderne," hat Zygmunt Bauman geschrieben, "steht die seßhafte Mehrheit unter der Herrschaft der nomadisierenden, exterritorialen Elite."[xliv] Dass sich die Macht von jedwedem Territorium löste, sich frei und außerhalb der Reichweite demokratischer Kontrollen zu bewegen, sich der Verantwortung entziehen zu können, war das Merkmal der Macht geworden, zugleich und der schwerste Schlag, den die Globalisierung den Überwachten und Lohabhängigen versetzen konnte.[xlv]

Malta verdiente am Ukraine-Krieg: Waffengeschäfte wurden finanziell über Zweckgesellschaften und Konten in Valetta abgewickelt. Ukrainische Oligarchen nutzten Holdings und Finanzvehikel vor allem auf Zypern, aber auch auf Malta wie Trident Trust, um ihr Vermögen dem Zugriff des eigenen Staates zu entziehen, Steuern zu sparen und Zugang zur EU oder zur City of London zu erhalten.[xlvi] Dazu zählten Anton Progodsky mit seiner auf Malta registrierten ZUC Ltd,[xlvii] Kostiantyn Zhevago mit der Wargny Storage Ltd. und verbundenen Gesellschaften,[xlviii] die Gründer der PrivatBank Ihor Kolomoisky und Gennadiy Boholiubov,[xlix] oder Präsident Volodymyr Zelenskyy und sein Netzwerk.[l] Beliebt waren mehrstufige Zweckgesellschaften mit Sitz auf Malta, Zypern und Fonds in Luxemburg, um Steuern zu sparen und Besitz zu verschleiern.[li]

Auf dem NATO-Gipfel in Ankara im Juli 2026 hatte sich Luxemburg eindeutig positioniert. Der Kleinstaat mit nur 700.000 Einwohnern ohne stehendes Heer wollte vom Steuerparadies zum Kriegs-Finanzier werden. Schon damals war Luxemburg eines der weltweit führenden Finanzzentren. Bis Ende 2025 belief sich das in Fonds mit Sitz in Luxemburg verwaltete Vermögen auf 8,2 Billionen Euro, 58% aller grenzüberschreitenden Fonds weltweit wurden hier verwaltet, Europas größter Fonds-Hub. Luxemburg war kein Land, sondern eine Geldpumpe, die den Reichtum der Welt in die Taschen der globalen Elite umleitete.[lii]

Das neue Geschäftsmodell war der Tod. Deshalb wurde Luxemburg das europäische Standbein der neuen Defence, Security and Resilience Bank (DRSB), der sog. NATO-Bank mit Hauptsitz in Kanada, die privates Kapital mit staatlicher Absicherung in Rüstungsprojekte lenken sollte.[liii]

Privates Kapital: Das bedeutet, dass nun auch Pensions- und Rentenfonds, Krankenversicherungen und Fonds-Anleger steuerbegünstigt in Luxemburg in den Krieg und damit in den Tod ihrer Kinder und Enkelkinder investieren konnten. Das Geld floß aus den Taschen der Bürger durch ein Meer von Blut an US-amerikanische Rüstungs- und Tech-Konzerne. Der Hegemon in Washington kannibalisierte seine Vasallen.[liv]

Wenigstens die Nächte waren jetzt weniger grauenvoll als die ersten, diese endlosen Nächte, die nicht vergehen wollten, die er, auf dem Rücken bei offener Balkontür liegend, damit zugebracht hatte, seinen Schlaf zu überwachen und aufzuschrecken, sooft ihm die Augen zufielen, weil der Augenblick des Schlafs und der Moment seiner Verhaftung eins wurde. Seine offenen Augen zeigten ihm die greifbare Wirklichkeit eines am Leuchtturm kreisenden Scheinwerfers oder eines passierenden Schiffes, doch sie weiteten sich vor Entsetzen, wenn der Vorhang sich im Windhauch wölbte und der sanfte Tanz in seinem Kopf zum tosenden Sturm anschwoll, Schritte auf dem Flur in seinen Gedanken das Aufbrechen der Tür ankündigten, wenn er sich herumwarf und erschrak, da sein Zimmer in der sechsten Etage keinen Fluchtweg offenließ.

Von 2022 bis Anfang 2026 hatten die EU und ihre Mitgliedsstaaten mindestens 216,7 Mrd. Euro in den Ukraine-Krieg investiert.[lv] Der Westen hatte etwa 300 Mrd. Euro russischer Staatsreserven eingefroren, den Großteil bei Euroclear in Brüssel. Darauf hatte die EU noch ein "Reparationsdarlehen" für Kiew in Höhe von bis zu 130 Mrd. Euro gepackt, wovon bereits rund 90 Mrd. Euro gegen die russischen Auslandsguthaben verpfändet waren. Das Gesamtengagement der EU belief sich mit dem neuen Darlehen auf fast 283 Mrd. Euro - Geld, das für den Krieg ausgegeben oder zugesagt worden war. Dazu kamen noch Rekord-Rüstungshaushalte von 381 Mrd Euro allein im Jahr 2025, und ein neues NATO-Ziel, das jährlich mehr als 630 Mrd. Euro erfordern würde - eine Pyramide der Kriegsfinanzierung, die in Billionen gemessen wurde.[lvi]

Die Wette hatte Ende 2013 mit dem von den USA, der Europäischen Union und der NATO finanzierten und organisierten Putsch auf dem Maidan in Kiew begonnen.[lvii] Die ukrainischen Vermögenswerte - Erz, Gasvorkommen, Schwarzerde, Pipelines, Stahlwerke schienen die Konfrontation mit Russland wert. Aber die Wette ging schief. Die Menschen in der Ostukraine stellten sich dem Putsch entgegen, die Krim schloß sich wieder Russland an, Donezk und Lugansk erklärten sich für unabhängig, die sogenannte Anti-Terror-Operation der Putschregierung brachte einen Krieg gegen die Zivilbevölkerung,[lviii] die Aufrüstung der Ukraine und ihre schrittweise Angleichung an NATO-Standards endete mit dem russischen Einmarsch. Washington zog sich teilweise heraus, europäisierte den Krieg und seine Kosten.

Die EU-Kommission plante jährliche Erhöhungen der Rüstungsausgaben bis 2035 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, eine kumulierte Kriegskasse von etwa 2,6 Billionen Euro. Dies führte in eine Verschuldung, die in Friedenszeiten nicht mehr zurückgezahlt, sondern nur noch im Krieg getilgt werden konnte. Das frische Geld hatte den Rüstungssektor so aufgebläht, dass ein Stopp der Waffenproduktion eine ökonomische Kernschmelze nach sich gezogen hätte. Nur der Griff auf die russischen Ressourcen konnte die EU noch retten.

Am 1. August 1936 hatte Hitlers General Friedrich Fromm für das Allgemeine Heeresamt der Wehrmacht eine Denkschrift vorgelegt. Darin verwies er auf die Eigendynamik der Aufrüstung. Die Mobilmachungskapazität der Rüstungsindustrie provoziere eine Zwangslage, in der nur noch der Krieg als Ausweg bliebe.[lix] Auch für die Eurokraten war der Hauptfeind der Frieden. Die europäischen Eliten brauchten den Krieg.[lx]

Die EU hatte die NATO-Osterweiterung unter Einschluss der Ukraine unterstützt und damit eine neue Konfrontation geschaffen. Sie organisierte und finanzierte mit USA und NATO den Putsch auf dem Maidan 2014; ihre Geheimdienste steuerten den Völkermord im Donbass von 2014 bis 2021, die EU hat dies stillschweigend geduldet. Der Westen provozierte damit den russischen Einmarsch; Großbritannien und die USA haben das unterschriftsreife Friedensabkommen von Istanbul im Frühjahr 2022 boykottiert; Washington und Brüssel verwarfen im November 2022 den Rat von General Mark Milley, den Krieg zu beenden, als die Ukraine am stärksten war; die EU verweigerte sich der Diplomatie.[lxi]

Die europäischen Eliten verhinderten mit Zensur, Sanktionen und politischer Verfolgung eine demokratische Debatte. Damit wollten sie sich schützen vor der wachsenden Opposition und vor einem Ende des Krieges. Der Krieg in der Ukraine war zum Überlebenskampf der Kriegstreiber geworden. Sie wollten die USA im Krieg halten, weil sie selbst zu schwach waren; sie wollten Russland ruinieren und auf seine Bodenschätze zugreifen; sie wollten Geld in die Rüstungsindustrie pumpen und so den selbstverschuldeten wirtschaftlichen Zerfall stoppen; sie wollten sich an die Macht klammern und den wachsenden Unmut in der Bevölkerung unterdrücken.[lxii] Längst waren Zensur, Sanktionen, Kriegsrecht, der Ausnahmezustand die permanente Praxis des Regierens.[lxiii]

Doch längst war der Krieg verloren. Die Russen hatten den Hafen von Odessa mit Raketen lahmgelegt und die Ukraine degradiert zu einem Binnenland, das alleine nicht mehr lebensfähig war.[lxiv] Nur noch etwa 25 Mio. Menschen lebten in der Ukraine, eine Halbierung der Bevölkerung von 52 Mio. seit 1991.[lxv] Übrig blieb ein gescheiterter Rumpfstaat, hochverschuldet und ohne die Bodenschätze der östlichen Oblast ökonomisch am Ende.[lxvi]

Es war ein Krieg, den die NATO nun einfrieren wollte, weil sie diesen Stellvertreterkrieg verlor, und weil sie im Falle eines Friedens die eingefrorenen 300 Mrd. Euro russischer Auslandsvermögen hätte zurückzahlen müssen, was sie nicht konnte, weil das Geld längst verpfändet war. Eine Niederlage, so Glenn Diesen, hätte Europa "ohne klare Rolle oder Bedeutung in einer multipolaren Welt zurückgelassen."[lxvii] Es wäre der Rückfall Europas in Bedeutungslosigkeit und geopolitische Agonie. Der EU blieb nur noch: Bankrott oder Krieg.

Die Verantwortlichen dafür saßen nicht nur in Kiew, sondern ebenso in Washington, Berlin, Paris und London. Um jeden Preis wollten die europäischen Eliten den Krieg verlängern; damit waren sie mitverantwortlich für fast zweieinhalb Millionen Tote Mitte 2026 auf ukrainischer Seite.[lxviii] Ein ganzes Volk war auf der Schlachtbank westlicher Interessen zerteilt worden. Sie hatten Blut an ihren Händen. Die Kumpanei der westlichen Eliten mit ukrainischen Neonazis bedeutete auch die Kumpanei mit ihren Mordkommandos. Diese Elite ging über Leichen. Die westlichen Eliten, so schien es, waren im Blutrausch.[lxix]

In diesen Nächten war alles sonderbar, die Seele schien aus dem Leib zu weichen und ihn zu beobachten, wie er dalag, in den Fesseln seiner Angst. Das Dunkel formte sich zu einem gewundenen Tunnel, der auf den Grund der Seele hinabführte, in ein kaltes und leeres Nichts, das ihn dem Ende seines Grauens nicht näherbrachte. Er machte Licht, stand auf, betrachtete sich im Spiegel des Badezimmers, ohne eine Ähnlichkeit mit sich zu entdecken, die Züge entstellt von der Vorahnung der Verhöre.

Mit dem ersten Aufschimmern des Meeres wich aus ihm die Kraft, sich vollständig zu kontrollieren, im Dösen wie im Kriegsgebiet alles wahrzunehmen, jedes Geräusch, jede Bewegung, wie damals in Prizren, als 100 Meter entfernt eine Panzermine explodierte, die Scheiben des einen Spalt weit geöffneten Fensters zerborsten, die kinetische Energie die Splitter wie Pfeile über ihn hinweg schoss, und er kapitulierte vor der Erschöpfung und sank in einen schweren, traumlosen Schlaf, von dem er sich wünschte, dass er niemals enden sollte.

Wenn hinter ihm keine Empörung, und vor ihm keine Zuflucht war - dann hieß im Reich von dieser Welt in Würde leben: die schon betrogen sind, noch einmal abzuzocken, die schon im Staub liegen, noch einmal in den Dreck zu treten, die schon erniedrigt sind, noch einmal zu bespucken. Sich aufzuraffen fasste ins Leere, der nach Würde griff; erst langsam, schnell, dann schneller hat sie sich entzogen. In Würde leben war die Furie des Verschwindens.[lxx]

Irgendwann liessen sich Schlafen und Wachen nicht mehr voneinander trennen. Die Schwelle war abgetreten.[lxxi] Denn der Traum, so Sigmund Freud, ist der Wächter des Schlafs; nun aber wurde die Wirklichkeit selbst zum Albtraum.[lxxii] In dieser endlosen Sekunde, in der die Bedrohung überhand nahm, verschwomm der Traum zu einem Zustand des Wachseins, eine unwiderstehliche Müdigkeit überwältigte ihn, als er spürte, dass der Traum bald enden würde, und er würde zurückkehren müssen in die Bewusstlosigkeit des Erwachens, wo er die Grenze zwischen der Geisterfahrt und der realen Gefahr würde überschreiten müssen, um in der Realität im Schlaf der Vernunft zu versinken, aus dem er nicht mehr wiederkehren würde bis in den großen Schlaf, den Tod.[lxxiii]

"Seien Sie vorsichtig!", rieten Fremde. "Hoffentlich haben Sie vorgesorgt!" - "Leben Sie etwa noch in Deutschland!" Sein Name stand auf Mirotworez, der Todesliste der galizischen Nazis und ihres Geheimdienstes, auf der auch Daria Dugina stand, die in Moskau durch eine Autobombe starb,[lxxiv] der ukrainische Abgeordnete Oleg Kalaschnikow, der 2015 in Kiew erschossen wurde,[lxxv] und Anatoli Scharij, der im katalanischen Exil knapp dem Feuer eines Scharfschützen entging,[lxxvi] und quälend drängten jene Fetzen der Erinnerung ins Bewusstsein, als damals, 2002, in der schwer bewachten Residenz des afghanischen Präsidenten Hamid Karsei in Kabul die Gewehrläufe von Blackwater-Söldnern auf ihn gerichtet waren und sein Kameramann ihn bleich hinwies auf den roten Punkt auf seiner Stirn. Fetzen der Erinnerung verwebten den Karneval zu einem Totentanz. Nicht die Ukraine wurde europäisiert - Europa wurde zur Ukraine: Eine Ansammlung ausgepresster, gescheiterter Frontstaaten voller Waffen, Militärdiktaturen hinter demokratischer Fassade, in denen das Faustrecht galt. Ein Freund sagte besorgt: "Sie werden auch Dich erschießen!"

Als er in der Hitze der Nacht neben sich den Träumer liegen sah, in dieser endlosen Sekunde, in der alles ineinanderfloß, schlafen, wachliegen, phantasieren, und der Grat zu verschwimmen begann zwischen Aufschrecken und Einschlafen, suchte er gerade noch hinterm Eingang eines Vestibüls Schutz vor einer Garbe von Kugeln, abgefeuert aus einem vorbeifahrenden schwarzen Auto, dessen Insassen und Nummernschild unter einem Gewirr von Luftschlangen verschwanden, denn es war Karneval; es war die Zeit der Monster.[lxxvii]

Als dann Agenten des Mordkommandos erschienen, in den Händen die Armee-Pistolen, und sich zu ihm herunterbeugten, "wieder einer weniger", sagte einer, und trat mit dem Fuß gegen seine Leiche, da tauchte aus dem Dunkel auch der Wirt auf, der ihn am Nachmittag in der Bar nahe der Repubblica bedient hatte: "Außerdem hat er mit falschem Geld bezahlt", und zeigte den 50-Euro-Schein.[lxxviii] "Geben Sie her", sagte einer der Geheimdienstler, denn er sah, das Geld war echt: "Der kommt zu den Akten."

Ein steifer Seewind am Flughafen von Valetta wirbelt am Grund der Seele die Asche auf.



[i] Zur Veranschaulichung s. Laihonen, Sanna Malinin: Carneval Malta 13.02.2026 - 17.02.2026 v. 16.02.2026. https://www.youtube.com/watch?v=ViU9tj70EOY

[ii] https://myrotvorets.center/criminal/baab-patrik/

[iii] Baab, Patrik: Investigation Topics HMKW Fall Semester 2021/22, 20.09.2021

[iv] "L’ordre, c’est à la fois ce qui se donne dans les choses comme leur loi intérieure, le réseau secret selon

lequel elles se regardent en quelque sorte les unes les autres et ce qui n’existe qu’à travers la grille d’un

regard, d’une attention, d’un langage; et c’est seulement dans les cases blanches de ce quadrillage qu’il se manifeste en profondeur comme déjà là, attendant en silence le moment d’être énoncé." Foucault, Michel: Les Mots et les Choses. Paris 1990, S. 24f.

[v] Habermas über Foucault: "Gleichwohl schwebt dem Autor hier noch eine Diskursanalyse vor, sie sich tiefenhermeneutisch an die Ursprungsorte jener anfänglichen Verzweigung von Wahnsinn und Vernunft zurücktastet, um im Gesprochenen das Ungesagt zu dechiffrieren... Wäre das seine Absicht, müßte Foucault archäologisch herumklettern in der Trümmerlandschaft einer zerstörten objektiven Vernunft, aus deren stummen Zeugen sich retrospektiv immer noch die Perspektive einer (wenn auch längst widerrufenen) Versöhnungshoffnung formen lässt." Habermas, Jürgen: Der philosophische Diskurs der Moderne, Frankfurt a. M. 2019(13), S. 282f.

[vi] "Identität... ist zunächst nichts weiter als der Ausdruck der leeren Tautologie. Es ist daher richtig bemerkt worden, dass dieses Denkgesetz ohne Inhalt sei und nicht weiterführe... Aus dem Konkreten selbst oder seinem synthetischen Satze würde die Abstraktion den Satz der Identität wohl durch Analyse herausbringen können; aber in der Tat hätte sie die Erfahrung nicht gelassen, wie sie ist, sondern verändert; denn die Erfahrung enthielt vielmehr die Identität in Einheit mit der Verschiedenheit und ist die unmittelbare Widerlegung von der Behauptung, dass die abstrakte Identität als solche etwas Wahres sei, denn gerade das Gegenteil, nämlich die Identität, nur vereinigt mit der Verschiedenheit, kommt in jeder Erfahrung vor." Hegel, G. W. F. : Wissenschaft der Logik 2. Werke Bd. 6, Frankfurt a. M. 1983, S. 41, 43

[vii] "Science and the rule of law thereby constitute the two pillars of modernity as shaped by the age of Enlightenment. In contrast to nearly all the other cultures in history, Enlightenment... achieved the abolishment of slavery and eventually the banning of all sorts of racism from the public life. It set the cultural background that led to an enormous scientific, technological an economic progress, creating a standard of living and qualitry of life for all segments of the population of which earlier ages could not even dream. However, paradoxically enough, the very success of science and the constitutional state provoked a hubris that today risks ending up in their self-destruction. In science, the hubris consists in transgressing the border between discovering facts and prescribing norms as expressed in the slogan "Follow the Science". In the constitutional state, the hubris consists in transgressing the border between safeguarding the right to self-determination of every person in protecting them against unwanted external interference in their course of life and protecting them against all sorts of risks that can arise in life, thus turning universal negative rights of defence against interference into positive rights to all sorts of entitlements as in the welfare state. The result of this nefarious development is that we ara about to return to a pre-enlightenment condition with science becoming a sort of secular religion - scientism - that legitimises an ever-increasing state power which regulates every aspect of social and even private life: welfare totalitarianism... One of the key elements of this transformation is the following: people are put under the general suspicion of endangering others through their everyday ways of self-determining their lives. Whatever they do out of their own free will in taking responsibility for their lives and engaging in all sorts of voluntary social interactions may contribute, for instance, to spreading a dangerous virus, to causing an apocalyptic climate change or to hurting the feelings of minority groups whose members suffered from injustice in the past. There is then a pervasive suspicion the everybody is a potential danger to everybody else. People cleanse themselves from this general suspicion by submitting to a comprehensive regulation and surveillance of their social and private lives that is imposed on them by an alliance of scientists, politicians, media and business interests. What used to be basic rights to self-determination is replaced with privileges for conformity with a totalitarian regime of all-comprehensive social control. This is the development that has recently become manifest in the corona, the climate and the wokeness regimes. Far from being merely exaggerated reactions to real risks or injustices, these are regimes in the sense of comprehensive regulations of social and even private life that are imposed on the people through to coercive power of the state. They thereby constitute the hitherto culminating point of the self-dstruction of science and the rule of law in our civilisation.... To put it in a nutshell, our diagnosis is that the current trend towards a new totalitarianism is the result of the convergence of four elements: (1) political scientism; (2) intellectual postmodernism; (3) welfare state; (4) crony capitalism." Esfeld, Michael u. Cristian Lopez: Restoring Science and the Rule of Law. London 2024, S. 1f., 6

[viii] "An die Stelle eines großen Narrativs mit dem einen absoluten Gut tritt Fragmentierung in Form einer Mehrzahl kleiner Narrative, die jeweils ein partielles Gut postulieren, wie Gesundheitsschutz, Klimaschutz, Minderheitenschutz. Das macht den postmodernen Totalitarismus so gefährlich: Er ist wie eine Hydra. Wenn man einen Kopf abgeschlagen hat - wie die Inszenierung der Corona-Krise zu entlarven-, taucht sogleich ein neuer Kopf auf, wie zum Beispiel die Inszenierung der mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen als lebensbedrohliche Klimakrise... Damit entfällt auch der Bezug auf die Realität selbst. Die intellektuelle Postmoderne ersetzt die Realität durch eine Simulation. Überzeugungen und Theorien beziehen sich nicht auf eine Realität außerhalb der Personen und Gruppen, die diese Überzeugunbgen und Theorien haben; sie sind nichts weiter als der Ausdruck der Interessen der Personen und Gruppen, die diese Überzeugungen und Theorien formulieren... Das läuft darauf hinaus, den Vernunftgebrauch durch reinen Machtgebrauch zu ersetzen... Ohne objektive Kriterien (gibt es) keine andere Berufungsinstanz als die Macht... In der Wissenschaft zählt dann nicht mehr. was jemand sagt, sondern wer es sagt, was die Kultur, Religion, Ethnie, Geschlecht, sexuelle Orientierung und so weiter der betreffenden Person ist, aus der sich ihre Interessen ergeben. In der Gesellschaft und im Staat gilt nicht mehr gleiches Recht für alle, sondern es gibt nur bestimmte Gruppen, die jeweils spezifische Rechte haben oder eben nicht haben." Esfeld, Michael: Selbstbestimmt jetzt! Der Weg zur Gestaltung der Zukunft. Kissing 2026, S. 36f.

[ix] Van der Pijl, Kees: Die belagerte Welt. Corona: Mobilisierung der Angst - und wie wir uns daraus befreien können. Ratzert 2021

[x] Becchi, Franz: Verfassungsrechtler: "Wir sind auf dem Weg in den Einschüchterungsstaat". Angst als politisches Mittel, Meldestellen als Warnsignal. Im Interview zieht Volker Boehme-Neßler Bilanz zur Corona-Politik und erklärt, warum sie immer noch aktuell ist. Berliner Zeitung, 27.01.2026, https://www.berliner-zeitung.de/article/verfassungsrechtler-volker-boehme-nessler-wir-sind-auf-dem-weg-in-einen-einschuechterungsstaat-10016009

[xi] Forchauer, Uwe: Leipzig, Russland und die "eindeutigen Beweise". Sanktionen oder Vorwand zur weiteren Eskalation? Apolut, 02.09.206, https://apolut.substack.com/p/leipzig-russland-und-die-eindeutigen?utm_source=post-email-title&publication_id=9770996&post_id=213826233&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=9vuj8&triedRedirect=true&utm_medium=email

[xii] Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht AZ: 9A 167/22, Urteil Dr. Sievers, Vizepräsident des VG, Zerrenner, Richter am VG, Kruse, Richterin.

[xiii] Schreiben Verwaltungsleitung des NDR, Gaby Kies v. 28.09.2022

[xiv] Alle diese Ereignisse sind mit Zeugenaussagen und Dokumenten dokumentiert.

[xv] Häring, Norbert: Der Wahrheitskomplex. Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen. Neu-Isenburg 2026, S. 187ff.

[xvi] "Die Bundesregierung muss die Interoperabilität, die Komplementarität von Innovationen und die Bewertung der Sicherheit von Technologien zwischen Bund und Ländern stärken, um skalierbare Technologien auf europäischer und letztlich globaler Ebene aufzubauen. Entsprechende Bemühungen auf nationaler Ebene sind somit zugleich auch außenpolitisch relevant. Deutschland könnte beispielsweise einen „App Store“ für digitale Instrumente in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Polizeiarbeit einrichten. Die Bundesregierung könnte auch die Auflagen bei ihren Finanzierungsanreizen für die Technologiebeschaffung durch Cyber- und Anbieterrichtlinien verstärken, die mit nationalen, EU- und NATO-Sicherheitsinteressen in Einklang stehen." Barker, Tyson u. David Hagebölling: Eine digitale Grand Strategy für Deutschland. DGAP, November 2022, https://dgap.org/de/forschung/publikationen/eine-digitale-grand-strategy-fuer-deutschland-0

[xvii] liber-net: Das Zensurnetzwerk: Regulierung und Repression im heutigen Deutschland. 08.04.2026, S. 15, https://liber-net.org/wp-content/uploads/2025/11/de-report-de.pdf

[xviii] Tögel, Jonas: Die Kognitive Kriegsführung der NATO. Overton-Magazin, 10.07.2023, https://overton-magazin.de/top-story/die-kognitive-kriegsfuehrung-der-nato/

[xix] De Lapuente, Roberto: "Mr. Baab, You won't get any Beer here!" Interview with Patrik Baab. The Postil Magazine, 01.08.2023

[xx] Hofbauer, Hannes: Aller Rechte beraubt. Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat. Wien 2026, s.209-213

[xxi] Polizei Berlin: Vorladung zur Zeugenvernehmung, AZ 214 RHs 1983/24 v. 07.04.2025

[xxii] Anwaltlicher Schriftsatz vom 29. April 2025. Elizabeth Trudeau, die frühere Sprecherin des US-Außenministeriums, kommentierte, dass die USA über die Veröffentlichung persönlicher Daten über Journalisten, die sich im Krisengebiet aufhalten, sehr besorgt seien. "Es ist einfach inakzeptabel, dass Journalisten für das, was sie sagen oder schreiben, bedroht werden. Regierungen sollten alles tun, um die Sicherheit von Journalisten zu gewährleisten. Zudem verschlimmerte eine Welle von Onlinebelästigungen die Situation dieser Journalisten zusätzlich", bemerkte Dunja Mijatović, Vertreterin der OSZE für Medienfreiheit. (https://www.archiv-swv.de/pdf-bank/presseschau/2022/test.rtde.tech-Feinde

%20der%20Ukraine%20Wie%20eine%20Webseite%20ungehindert%20Todeslisten%20und

%20Mordaufrufe%20ver%C3%B6ffentlicht.pdf, verkürzt https://shorturl.at/k9ta1)

[xxiii] https://report24.news/merkel-regime-laesst-wohnung-von-immunologe-prof-hockertz-stuermen/

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hausdurchsuchungen-paul-brandenburg-und-stefan-hockertz/

https://wachauf.net/29-treibjagd-auf-kritiker/

https://publikumskonferenz.de/blog/news/mehrere-hausdurchsuchungen-bei-regierungskritischen-intellektuellen/

[xxiv] https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-eu-parlamentspraesidentin-ermuntert-mitgliedstaaten-zu-lieferung-von-kampfjets-a-9b15156d-d47b-4b06-bea7-3a4bf13682fb

[xxv] https://x.com/amuse/status/1897973149104214189

[xxvi] Hoppe, Till: Matthew Tabone wird Kabinettschef von Roberta Metsola. Table Briefings, 29.04.2024, https://table.media/europe/news/matthew-tabone-wird-kabinettschef-von-roberta-metsola

[xxvii] Schwere Mängel in Abschlussarbeit von EU-Parlamentspräidentin Metsola - sie behält Titel trotzdem. Apollo News, 12.04.2025,  https://apollo-news.net/schwere-maengel-in-abschlussarbeit-von-eu-parlamentspraesidentin-metsola-sie-behaelt-titel-trotzdem/

[xxviii] Weber, Thomas: Bekenntnisse eines Economic Hitman (Teil 1): Der Motor hinter den Kulissen. Substack, 21.07.2026, https://tweber66.substack.com/p/bekenntnisse-eines-economic-hitman

Vgl. auch Estermann, Josef: "Diese Politiker sind nur die Sprachrohre mächtiger Interessen." Die Öffentlichkeit solle sich der militärisch-industriell-digitalen Kriegsmaschine entgegenstellen, ruft Jeffrey Sachs auf. Infosperber, 19.07.2026, https://www.infosperber.ch/politik/diese-politiker-sind-nur-die-sprachrohre-maechtiger-interessen/

[xxix] https://www.europarl.europa.eu/pdfs/news/expert/agenda_week_by_type/22-2026/22-2026_en.pdf

Eccles, Mari: Big Tech's face-time with the European Parliament. Politico, 28.05.2026, https://www.politico.eu/newsletter/politico-eu-influence/big-techs-face-time-with-the-european-parliament/

[xxx] https://germany.news-pravda.com/russia/2026/07/09/296278.html

[xxxi] "Wir sind eine Elite aus Frauen und Männern, die internationale Finanzorganisationen dazu benutzen, jene Bedingungen zu schaffen, mit denen andere Länder der Korporatokratie unterworfen werden sollen. Und diese Korporatokratie beherrscht unsere größten Konzerne, unsere Regierung und unsere Banken. Wie unsere Pendants in der Mafia bieten wir EHM (Economic Hitmen) einen Dienst oder eine Gefälligkeit an. Das kann zum Beispiel ein Kredit zur Entwicklung der Infrastruktur sein: Stromkraftwerke, Schnellstraßen, Häfen, Flughäfen oder Gewerbeparks. An den Kredit ist die Bedingung geknüpft, dass Ingenieurfirmen und Bauunternehmer aus unserem Land alle diese Projekte bauen. Im Prinzip verlässt ein Großteil des Geldes nur die USA, es wird einfach von Banken in Washington an Ingenieurbüros in New York, Houston oder San Francisco überwiesen. Obwohl das Geld also fast umgehend an Unternehmen zurückfließt, die zur Korporatokratie (dem Geldgeber) gehören, muss das Empfängerland alles zurückzahlen, die Schuldsumme plus Zinsen. Wenn ein EHM richtig erfolgreich ist, dann sind die Kredite so hoch, dass der Schuldner nach einigen jahren seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Dann verlangen wir wie die Mafia unseren Anteil. Dazu gehören vor allem: die Kontrolle über die Stimmen in der Uno, die Errichtung von Militärstützpunkten oder der Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Öl oder die Kontrolle über den Panamakanal. Natürlich erlassen wir dem Schuldner dafür nicht die Schulden - und haben uns so weider ein Land dauerhaft unterworfen." Perkins, John: Bekenntnisse eines Economic Hitman. Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia. München 2007(4), S. 22f.

[xxxii] https://sais.jhu.edu/news-press/event-recaps/president-european-parliament-calls-strong-transatlantic-alliances-and-unity

https://the-president.europarl.europa.eu/home/ep-newsroom/pagecontent/actualites/this-is-the-time-to-rekindle-the-power-of-the-transatlantic-alliance-president-metsola-in-washington-dc.html

https://www.cfr.org/event/conversation-european-parliament-president-roberta-metsola

[xxxiii] Tammilehto, Olli: Finnlands irrationale Entscheidung. Die Folgen der "Elite Capture". Schweizer Standpunkt, 24.07.2026, https://www.schweizer-standpunkt.ch/news-detailansicht-de-international/finnlands-irrationale-entscheidung.html

[xxxiv] Rügemer, Werner: Blackrock Germany. Die heimliche Weltmacht, ihra Praktiken in Deutschland und Friedrich Merz. Berlin 2025(2)

[xxxv] Bonilla, Nel: Elite Capture & European Self-Destruction: The Hidden Architecture of Transatlantic Hegemony, Worldlines, 29. Juni 2025, https://themindness.substack.com/p/elite-capture-and-european-self-destruction

[xxxvi] https://www.weforum.org/press/2016/08/world-economic-forum-announces-new-board-of-trustees-2016/

[xxxvii] https://securityconference.org/en/about-us/advisory-council/

https://www.youtube.com/watch?v=KfckbiqqaXc

https://www.americanacademy.de/three-baltic-leaders-awarded-the-henry-a-kissinger-prize/

[xxxviii] Schmitt, Richard: Neuer Job für die Ex-Außenministerin: Baebock bleibt in New York. Tichy's Einblick, 25.08.2026, https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/neuer-job-fuer-baerbock/

[xxxix] "Wir haben ganz Europa gekauft. Wir haben Zeitungsverleger gekauft. Wir haben Gewerkschaftsführer gekauft. Wir haben Parlamentarier gekauft. Wir haben zwei Generalsekretäre gekauft: Jens Stoltenberg und Mark Rutte. Wir haben ganze Länder gekauft - ihren politischen Apparat und alles, was ihn beeinflusst. Ab 2002 haben wir dann richtig Gas gegeben. Milliarden von Dollar für die CIA und andere. USAID war ein Instrument. Sie haben die liberale Demokratie zur Waffe gemacht. Aber wir haben das Europa, das es heute gibt, ganz bewusst geschaffen. Und jetzt zahlen wir den Preis dafür, denke ich. Denn es wird noch sechs bis zwölf, vielleicht achtzehn Monate dauern, bis wir einige dieser Leute loswerden. Und die Parlamente? Gott weiß, wie lange es dauern wird, die Leute dort loszuwerden. Wir haben Europa minutiös nach dem Bild geformt, das wir uns vorgestellt haben." Ex-US-Oberst Lawrence Wilkersen, X, 23.08.2026, https://x.com/nightglow98/status/2094164625725985064

Wilkerson, Lawrence: U.S. Considers Nuclear Strike Against Iran. Glenn Diesen, 19.08.2026, https://www.youtube.com/watch?v=PjG-zfGY5PY

[xl] https://auf1.tv/wirtschaft-auf1/korruption-und-verschwendung-wohin-geht-unser-geld?ref=apolut.net

Töpper, Claudia: Korruption und die EU. Apolut, 28.07.2026, https://apolut.substack.com/p/korruption-und-die-eu-von-claudia?utm_source=post-email-title&publication_id=9770996&post_id=208812447&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=9vuj8&triedRedirect=true&utm_medium=email

[xli] Exclusif: Corruption, dérive autoritaire: Iuliia Mendel, ex-porte-parole de Zelensky, se confie au JDD. Le Journal du Dimanche, 02.08.2026

https://www.lejdd.fr/International/exclusif-corruption-derive-autoritaire-iuliia-mendel-ex-porte-parole-de-zelensky-se-confie-au-jdd-180306

"Elle affirme que Zelensky a détourné la guerre en instrument de consolidation personelle, que la corruption s'est généralisée au sein entourage immédiat, tandis que la démocratie se délite et que la crise démographique s'aggrave sur le territoire ukrainien...Pour Mendel, Zelensky est devenu 'le principal bénéficiare de la guerre'. Elle estime que la poursuite du conflit lui a permis de conserver le pouvoir après la suspension des élections, et accuse des proches du président de tirer profit de milliards d'euros d'aides provenant de l'Union européenne... Mendel impute également uns part de responsabilité aus États occidentaux, estimant que leur soutien continu à Zelensky repose aussi sur des calculs politiques et économiques: uns part substantielle de l'aide militaire finit par alimenter les entreprises européennes de défense." Zelensky accusé d'exploiter la guerre pour rester au pouvoir, selon son ancienne porte-parole. Daily Beirut, 03.08.2026, https://www.lejdd.fr/International/exclusif-corruption-derive-autoritaire-iuliia-mendel-ex-porte-parole-de-zelensky-se-confie-au-jdd-180306?ref=apolut.net

[xlii] Gräser, Tilo: Der (un)aufhaltsame Untergang der Ukraine. Apolut, 05.08.2026, https://apolut.net/der-un-aufhaltsame-untergang-der-ukraine-von-tilo-graser/

[xliii] Bauman, Zygmunt: Retrotopia. Frankfurt a. M. 2018(2), S. 22

[xliv] "Als wesentliche Machttechnik zeichnet sich jetzt das Ver- und Entschwinden ab, das Ausbüchsen, das Sich-Entziehen, die Verweigerung jeglicher territorialen Beschränkung, samt der damit verbundenen mühseligen und kostspieligen Aufgaben der Errichtung und Erhaltung einer ordnung in diesem Territorium... In der flüchtigen Moderne steht die seßhafte Mehrheit unter der Herrschaft der nomadisierenden, exterritorialen Elite." Bauman, Zygmunt: Flüchtige Moderne. Frankfurt a. M. 2003, S. 18f., 21

[xlv] "Zygmunt Bauman zitiert Max M. Mutschler: "Sich frei und nötigenfalls außerhalb der Reichweite anderer zu bewegen, um sich seiner Verantwortung entziehen zu können, ist das zentrale Merkmal der Macht in der heutigen Zeit." Bauman fährt fort: "Die Ablösung und Emanzipation der Macht von jedwedem Territorium ist der schwerste Schlag, den der von seinem Ende noch weit entfernte Globalisierungsprozess der Grundfunktion und vor allem der vermeintlichgen Omnipotenz (und damit Lebensfähigkeit) des Leviathan, wie Hobbes ihn erdachte, bislang versetzt hat." Bauman, Zygmunt: Retrotopia. Frankfurt a. M. 2018(2), S. 32

[xlvi] https://www.tridenttrust.com/europe/malta

"Trident Trust is an offshore registrar offering asset management services around the world. According to Panama Papers, the trust was a long-standing intermediary for Akhmetov. The record shows Akhmetov as a “well-known client” for international registrars and often commissions their services, for example, taking out a loan from an international bank to buy a luxurious jet. Another case, in a letter to Trident Trust, as of 29 October 2014, Akhmetov’s representatives insisted that two new offshore companies, Inglen Investments Limited and Pluscom Holdings Limited, should be registered as soon as possible. They refused to provide any further information, “as the parent companies and beneficiary owner are all well-known to the agent.” The providers accepted the order with no further questions asked. Lawyers, filing incorporation papers, stated “jet ownership” as the object of new companies, the investigation says. Two months later, on 16 December 2014, one of these shell companies obtained a loan from Credit Suisse to purchase a Falcon 7X executive jet with the tail number P4-SCM. The market value of this jet easily surpasses $50 million.33 Journalists also revealed that Trident Trust had been cooperating with Akhmetov up until 2018 at least." New Strategic Concept: Clans of Ukraine: Analyzing Links Between Key Groups of the Ukrianian Oligarchy and European and U.S. Families and Intsitutions. newstratcon.org 2024

[xlvii] https://offshoreleaks.icij.org/stories/anton-prigodsky

[xlviii] Prokoptschuk, Igor: The "Kremlin Banker" Behind media Outlets Spreading Messages Against Ukraine and the West. VERSII.IF.UA, 13.10.2025, https://versii.if.ua/novunu/the-kremlin-banker-behind-media-outlets-spreading-messages-against-ukraine-and-the-west-investigation/

Redl, Josef: Oligarch Zhevago: Ukrainischer Voestalpine-Lieferant in Geldnot. Profil, 11.05.2026, https://versii.if.ua/novunu/the-kremlin-banker-behind-media-outlets-spreading-messages-against-ukraine-and-the-west-investigation/

Shome, Arnab: Binance Planning to Invest in Bankrupt Union Bank: report. Financamagnates, 06.12.2019, https://www.financemagnates.com/cryptocurrency/news/binance-planning-to-invest-in-bankrupt-union-bank-report/

[xlix] Kolomoisky and Akhmetov among clients of Credit Suisse - OCCRP, The New Voice of Ukraine, 21.02.2022, https://english.nv.ua/business/kolomoisky-and-akhmetov-among-clients-of-credit-suisse-occrp-50218531.html#goog_rewarded

[l] Ukraine ex-minister named in corruption scandal arrested trying to leave country. Times of Malta, 15.02.2026, https://timesofmalta.com/article/ukraine-exminister-corruption-scandal-arrested-trying-leave-country.1124119?utm_campaign=mrf-facebook-timesofmalta&mrfcid=202602156991db9e268db72411b331ae&fbclid=IwY2xjawTewC9leHRuA2FlbQIxMQBicmlkETFpVmQwMXRocVkyTzAzbVZuc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHtjg3K-bm-gkAnOr5oE2NBFEgfuySaucrPZYHrTuSxYcDDAenTprtfvfX-qh_aem_MWzDUA5Q5SMh2x_TG1wotA

Harding, Luke: Revealed: 'anti-oligarch' Ukrainian president's offshore connections. The Guardian, 03.10.2021, https://www.theguardian.com/news/2021/oct/03/revealed-anti-oligarch-ukrainian-president-offshore-connections-volodymyr-zelenskiy

Loginova, Elena: Pandora Papers Reveal Offshore Holdings of Ukrainian President and his Inner Circle. Organized Crime and Corruption Reporting Project, 03.10.2021, https://www.occrp.org/en/project/the-pandora-papers/pandora-papers-reveal-offshore-holdings-of-ukrainian-president-and-his-inner-circle

Lysenko, Yana: Dokumentation: Offshore-Geschäfte: Selenskyi und Kolomojskyi in den Pandora-Papers. Bundeszentrale für politische Bildung, 19.10.2021, https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine-analysen/342240/dokumentation-offshore-geschaefte-selenskyj-und-kolomojskyj-in-den-pandora-papers/

[li] Zypern als Oligarchenparadies, ORF News, 14.11.2023, https://orf.at/stories/3339755/

Murphy, Martin u.a.: "Wir wissen nicht, wie wir überleben sollen" - Wie Russlands Reiche um ihr Vermögen bangen. Handelsblatt, 30.03.2022, https://www.handelsblatt.com/politik/oligarchen-wir-wissen-nicht-wie-wir-ueberleben-sollen-wie-russlands-reiche-um-ihr-vermoegen-bangen/28210666.html

Wrede, Insa: Wie man Briefkastenfirmen das Wasser abgräbt. Deutsche Welle, 04.10.2021, https://www.dw.com/de/pandora-papers-wie-man-briefkastenfirmen-das-wasser-abgr%C3%A4bt/a-59401202

Candea, Stefan u. Vlad Lavrov: Ukraine oligarch links to off-shore cash heaven revealed. The Black Sea, 05.11.2013, https://theblacksea.eu/stories/ukraine-oligarch-links-to-off-shore-cash-haven-revealed/

Sadek, Nicole u.a.: ICIJ's guide to Russian wealth hidden offshore. International Consortium of Investigative Journalists, 20.04.2022, https://www.icij.org/investigations/russia-archive/icijs-guide-to-russian-wealth-hidden-offshore/

Prozorro: 670 Million Hryvnias Hidden in Blacklisted Offshore Zones. Transparency International, 07.10.2019, https://ti-ukraine.org/en/blogs/prozorro-670-million-hryvnias-hidden-in-blacklisted-offshore-zones/

Harding, Luke: Revealed: 'anti-oligarch' Ukrainian president's offshore connections. The Guardian, 03.10.2021, https://ti-ukraine.org/en/blogs/prozorro-670-million-hryvnias-hidden-in-blacklisted-offshore-zones/

Kempmann, Antonius: "Panama Papers" belasten Ex-Premier Lasarenko. Tagesschau, 13.04.2016, https://www.tagesschau.de/ausland/panamapapers-141.html

Halling, Steffen: Die Rolle der Oligarchen und der Umbruch in der Ukraine. Ost-West Europäische Perspektiven, OWEP 04.2014, https://www.owep.de/artikel/758-rolle-oligarchen-und-umbruch-in-ukraine

[lii] "Despite its tiny size, the Grand Duchy is among the world’s leading financial centres. The numbers are obscene. By the end of 2025, assets under management in Luxembourg-domiciled funds reached €8.2 trillion. The Grand Duchy manages 58 percent of all global cross-border funds. It is the world’s second-largest fund domicile, trailing only the United States, and Europe’s largest fund hub. Its external financial assets stand at €13 trillion. This is not a country. It is a machine for the extraction of value, a vast financial pump that siphons the world’s wealth into the coffers of the global elite... War is a good business. And Luxembourg intends to be the banker... Luxembourg’s most concrete contribution in Ankara was its support for the new Defence, Security and Resilience Bank (DSRB), a multilateral institution that is being planned to channel private capital into defence and security projects. Headquartered in Canada, with Luxembourg playing a key European role, the bank aims to finance not only dual-use technologies but also lethal capabilities. The project so far is backed by representatives from Albania, Belgium, Greece, Latvia, Romania, Turkey and Ukraine. The idea was first proposed in 2024 by bankers (surprise surprise) and a group of former NATO security advisers and military officials. JPMorgan, Deutsche Bank, Commerzbank, and ING, as well as Canada’s largest banks: RBC, BMO, CIBC, National Bank of Canada, Scotiabank, and TD Bank have since become involved in the project. Rearmament is a profit-making enterprise, a vast transfer of public wealth into private hands, dressed in the language of security. It is a new architecture of profit in the service of war, which benefits both Washington and Wall Street... The tragedy is that Europe’s rearmament is being celebrated as a growth opportunity while the bodies of Ukrainian soldiers still lie unburied in Donbass because Kiev refuses to take them... Luxembourg’s hawkishness is a business model. And like all business models built on the suffering of others, it will eventually consume its creators. But in the meantime, the profits will flow, the dividends will be paid, and the bankers will count their money while Europeans say goodbye to welfare and are told to prepare for war. " Ruggeri, Laura: from Tax Haven to War Banker: Luxembourg's Role in Europe's Military Buildup. Sunstack, 09.07.2026, https://lauraruggeri.substack.com/p/from-tax-haven-to-war-banker-luxembourgs?utm_source=post-email-title&publication_id=2508626&post_id=206262026&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=9vuj8&triedRedirect=true&utm_medium=email

[liii] "Luxembourg’s most concrete contribution in Ankara was its support for the new Defence, Security and Resilience Bank (DSRB), a multilateral institution that is being planned to channel private capital into defence and security projects. Headquartered in Canada, with Luxembourg playing a key European role, the bank aims to finance not only dual-use technologies but also lethal capabilities. The project so far is backed by representatives from Albania, Belgium, Greece, Latvia, Romania, Turkey and Ukraine. The idea was first proposed in 2024 by bankers (surprise surprise) and a group of former NATO security advisers and military officials. JPMorgan, Deutsche Bank, Commerzbank, and ING, as well as Canada’s largest banks: RBC, BMO, CIBC, National Bank of Canada, Scotiabank, and TD Bank have since become involved in the project." Ruggeri, Laura: from Tax Haven to War Banker: Luxembourg's Role in Europe's Military Buildup. Sunstack, 09.07.2026, https://lauraruggeri.substack.com/p/from-tax-haven-to-war-banker-luxembourgs?utm_source=post-email title&publication_id=2508626&post_id=206262026&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=9vuj8&triedRedirect=true&utm_medium=email

[liv] Mattias Forsgren spricht von "Cannibalising the Vassals": "For decades America played the part of the stronger partner that still deferred to European civilisation... That arrangement is now breaking down. More nationalist, less Europe-romanticising forces have taken control in Washington. The continent is no longer treated as a co-equal partner at the summit of the Rules Based Order, but as a resource to be drawn from: economically drained, politically subordinated, and militarily prepared as the theatre in which the costs of imperial decline will be paid... Europe is now dependent on American energy. Whether through a full-scale war in the Gulf or through a prolonged closure of the Strait of Hormuz (and potentially the Red Sea as well), the effect for Europe would be the same. When the crisis deepens, the Americans will be in a position to say: “Sorry boys, but we need all the energy for ourselves now.” The resulting energy shock would accelerate the Ukrainification of Europe — and likely of Japan, the Philippines and South Korea as well — turning them into more desperate and controllable frontline assets against Russia’s eastern flank and against China. One doesn’t need to be a genius to understand what the blowing up of Nord Stream has to do with this."

Forsgren, Mattias: Hegemonic logic. "If you can defeat a strategic enemy not using any US troops you're at the acme of professionalism." - General Keith Kellog. Substack, 17.07.2026, https://mattiasforsgren.substack.com/p/hegemonic-logic?r=28gaf7&utm_medium=ios

[lv] European Council: EU solidarity with Ukraine, 15.07.2026, https://www.consilium.europa.eu/en/policies/eu-solidarity-ukraine/

[lvi] "From 2022 to early 2026, the EU and its members poured over E200 billion into Ukraine, and once the new loan is counted, Brussel's total commitment nears E283 billion - money already spent or promised on a single war. Feed in the war economy behind it - record defense budgets of E381 billion in 2025, and a new NATO target that will demand more than E630 billion every year - and the continent is staring at a war-finance pyramid measured not in billions but in trillions... - a dept so vast it can no longer be repaid in peace, only redeemed in war." Loaded Gun On Brussel's Wall: Russian Victories Set Europe's Fuse Burning. Southfront, 16.07.2026, https://southfront.press/loaded-gun-on-brussels-wall-russian-victories-set-europes-fuse-burning/

[lvii] Katchanovski, Ivan: The Maidan Massacre in Ukraine. Thge Mass Killing that Changed the World. Open Access, Cham 2024, https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-67121-0

[lviii] Paré, Benoit: What I Saw in Ukraine 2015-2022. Diary of an International Monitor. Wroclaw 2025

[lix] Kroener, Bernhard R.: Generaloberst Friedrich fromm. Eine Biographie. Paderborn 2005, S. 256ff.

[lx] Loaded Gun On Brussel's Wall: Russian Victories Set Europe's Fuse Burning. Southfront, 16.07.2026, https://southfront.press/loaded-gun-on-brussels-wall-russian-victories-set-europes-fuse-burning/

[lxi] Gräser, Tilo: Der (un)aufhaltsame Untergang der Ukraine. Apolut, 05.08.2026, https://apolut.net/der-un-aufhaltsame-untergang-der-ukraine-von-tilo-graser/

[lxii] Diesen, Glenn: The EU has no Plan if Peace Breaks out in Ukraine. Substack, 04.08.2026, https://glenndiesen.substack.com/p/the-eu-has-no-plan-if-peace-breaks?ref=apolut.net

[lxiii] "So gesehen kann der moderne Totalitarismus definiert werden als die Einsetzung eines legalen Bürgerkrieges, der mittels des Ausnahmezustands die physische Eliminierung nicht nur des politischen Gegners, sondern ganzer Kategorien von Bürgern gestattet... Angesichts der naufhaltsamen Steigerung dessen, was als 'weltweiter Bürgerkrieg' bestimmt worden ist, erweist sich der Ausnahmezustand in der Politik der Gegenwart immer mehr als das herrschende Paradigma des Regierens." Agamben, Giorgio: Ausnahmezustand. Frankfurt a. M. 2020(8), S. 8f.

[lxiv] Mearsheimer, John: Ukraine is Landlocked & Donbas Enters Endgame. Glenn Diesen: The Greater Eurasia, 30.07.2026, https://www.youtube.com/watch?v=o63PlxNVL50

[lxv] Exclusif: Corruption, dérive autoritaire: Iuliia Mendel, ex-porte-parole de Zelensky, se confie au JDD. Le Journal du Dimanche, 02.08.2026

https://www.lejdd.fr/International/exclusif-corruption-derive-autoritaire-iuliia-mendel-ex-porte-parole-de-zelensky-se-confie-au-jdd-180306

[lxvi] Mearsheimer, John: Ukraine is Landlocked & Donbas Enters Endgame. Glenn Diesen: The Greater Eurasia, 30.07.2026, https://www.youtube.com/watch?v=o63PlxNVL50

[lxvii] Diesen, Glenn: The EU has no Plan if Peace Breaks out in Ukraine. Substack, 04.08.2026, https://glenndiesen.substack.com/p/the-eu-has-no-plan-if-peace-breaks?ref=apolut.net

[lxviii] "Mash reports that Ukraine has lost 2.4 million soldiers in the four years of the SMO, more than 400,000 of them in 2026. These figures were obtained by our hackers from the databases of the General Staff of the Ukrainian Armed Forces, TCC centers, Ukrainian medical organizations and morgues. By August 2025, the number of eliminated soldiers reached 1.7 million — by December, the figure exceeded 2 million. In the first six months of 2026, the AFU lost as many soldiers as they did in all of 2023 — approximately 400,000. The highest number of deaths occurred on the Pokrovsk, Konstantinovka, Liman, Zaporozhye, and Kupyansk fronts — each of them averaging 500 AFU militants killed per day. The most deaths occurred in the 72nd and 110th Motor Rifle Brigades, airborne assault brigades, and territorial defense forces. Deaths of foreign mercenaries are no longer recorded among the casualties — they are all attributed to accidents. According to our information, the number of foreigners killed in the Ukrainian Armed Forces is close to five thousand. The figure continues to rise, as the TCC regularly replenishes the ranks of militants with foreigners — 5-6 of whom are recruited by each TCC center in Kiev alone, including many young men (20-23 years of age on average) from Argentina and Brazil. The Ukrainian databases were hacked by PalachPro hackers and the NoName057 group."

Olga Bachova, X, 24.06.2026, https://x.com/OlgaBazova/status/2069843118120378666 (Dort auch Screenshot eines Dokuments). Zum Vergleich die ukrainischen Verlust-Zahlen des russischen Verteidigungsministeriums vom 05.08.2026: Gesamt: 1,783.695, 2026: 274.400. https://mskvremya.ru/article/2023/1520-poteri-ukrainy-za-vremya-spetsoperatsii

[lxix] Gräser, Thilo: "Irregeleitete" bereiten Krieg vor. Apolut, 15.07.2026, https://apolut.net/irregeleitete-bereiten-krieg-vor-von-tilo-graser/

[lxx] Hegel schreibt: " „Kein positives Werk noch Tat kann also die allgemeine Freiheit hervorbringen; es bleibt ihr nur das negative Tun; sie ist nur die Furie des Verschwindens“ Hegel, G. W. F.: Phänomenologie des Geistes, Kap. VI B III: Die absolute Freiheit und der Schrecken. Frankfurt/Main 1986. S. 435f. Hans Magnus Enzensberger greift dies auf: „Was zunächst unmerklich, / dann schnell, rasend schnell fällt [...]; sie allein bleibt, ruhig, / die Furie des Verschwindens.“

[lxxi] Hahn, Barbara: Endlose Nacht. Träume im Jahrhundert der Gewalt. Berlin 2016, S. 180

[lxxii] Freud, Sigmund: Traumdeutung. Frankfurt a. M. 1976, S. 240

[lxxiii] Leiris, Michael: Lichte Nächte und mancher dunkle Tag. Frankfurt a. M. 1981, S. 143

[lxxiv] Roth, Andrew u. Martin Farrer: Daughter of Putin ally Alexander Digin killed by car bomb in Moscow. The Guardian, 21.08.2022, https://www.theguardian.com/world/2022/aug/21/daughter-of-putin-ally-alexander-dugin-killed-in-car-bomb-in-moscow-reports

Schernthaner, Julian: Seiut Jahren: Ukraine führt Todsliste gegen Oppositionelle. Freilich-Magazin, 10.10.2022, https://www.freilich-magazin.com/welt/seit-jahren-ukraine-fuehrt-todesliste-gegen-oppositionelle

Russland identifiziert zweiten Verdächtigen im Autobombenanschlag auf Daria Dugina. Le Monde, 29.08.2022, https://www-lemonde-fr.translate.goog/en/international/article/2022/08/29/russia-identifies-second-suspect-in-daria-dugina-car-bomb-killing_5995132_4.html?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc

[lxxv] https://www.derstandard.de/story/2000103682084/gudenus-landet-auf-umstrittener-mirotworez

https://www.solidaritaet.com/neuesol/2022/37/mirotworez.htm

[lxxvi] Streck, Ralf: Mordversuch mit Ansage an ukrainischem Exil-Journalisten in Spanien. Overton-Magazin, 06.03.2024, https://overton-magazin.de/top-story/mordversuch-mit-ansage-an-ukrainischem-exil-journalisten-in-spanien/

[lxxvii] "Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: es ist die Zeit der Monster." So lautet ein Antonio Gramsci zugeschriebenes Zitat. Genau heißt es in Band 3 der Gefängnishefte: "Die Krise besteht gerade darin, dass das Alte stirbt und das neue nicht zur Welt kommen kann: In diesem Interregnumkommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen." Gramsci, Antonio: Gefängnishefte Bd. 2, Heft 3, §34, Berlin 1992, S. 354f.

[lxxviii] Das Ende nimmt Motive auf von Carpentier, Alejo: Die Hetzjagd. Frankfurt a. M. 1990 (1955), S. 90f., 109

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«Tagebuch meines Todes»
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